Der "Tag der offenen Töpferei" findet seit 2006 bundesweit immer am zweiten Märzwochende statt. Die bayerischen Keramiker beteiligen sich an dieser Aktion seit 2011, und auch Gabi Rittmaier aus Sterpersdorf ist mit ihrer Werkstatt von Anfang an mit Begeisterung dabei.

Da das Töpfern ein Handwerk zum "Anfassen" ist, bietet der "Tag der offenen Töpferei" allen beteiligten Künstlern eine Möglichkeit, den Besuchern das Töpferhandwerk, aber auch die eigene Werkstatt vorzustellen. Vielerorts gibt es Werkstattführungen, Vorführungen beim Drehen oder Bemalen der Keramik oder einfach gute Gespräche bei Kaffee und Kuchen. Die Besucher dürfen sogar oft selbst Hand anlegen, wenn sie das wünschen.
Die Tonkünstlerin Gabi Rittmaier erzählt: "Meine ersten Berührungspunkte mit Ton hatte ich in der Schule. Ich war schon immer an Kunst und Keramik interessiert, und seit dieser Zeit wollte ich unbedingt diesen Beruf erlernen. Mit 23 Jahren habe ich dann als zweiten Beruf eine Lehre als Töpferin bei einem Keramiker in Scheinfeld begonnen. Nach Lehrzeit und Gesellenprüfung legte ich 1996 die Meisterprüfung im Keramiker-Handwerk ab."

Es braucht viel Übung

Gabi Rittmaier ist Ende 40, verheiratet und hat drei Kinder. "Meine Töpferei in Sterpersdorf gibt es seit 2008, aber ich habe auch schon nach der Geburt meiner Kinder als freiberufliche Keramikerin gearbeitet",verrät sie, und dabei dreht sich ihre Töpferscheibe unentwegt. Langsam entsteht unter ihren Händen ein kleines Kunstwerk. "Das Schönste an meiner Arbeit ist für mich das Drehen von Gefäßen auf der Scheibe", erklärt sie.

"Im Anfang kämpft man wirklich sehr mit dem Material und es dauert lange, bis man die gewünschten Formen drehen kann." Es macht ihr viel Spaß, für ihre Kunden deren Lieblingsgeschirr zu kreieren und auf ihre besonderen Wünsche einzugehen. "Am meisten genieße ich aber die Freiheit, meine eigenen Dinge zu entwerfen, mein Geschirr mit dem Pinsel zu bemalen und eigenes Design zu entwickeln." Egal ob sie etwas modelliert oder dreht, eine neue Glasur entwickelt oder neue Formen ausprobiert, am Ende steckt sehr viel Herzblut in den Dingen.
Seit vielen Jahren geht sie wie viele Kollegen mit ihrer Keramik auf Ausstellungen, Töpfermärkte und Kunsthandwerkermärkte oder sie organisiert Ausstellungen in der eigenen Töpferei. Am "Tag der offenen Töpferei" bietet sie in ihrer Werkstatt Kaffee und Kuchen an. Die Besucher können beim Drehen auf der Töpferscheibe zusehen und bekommen einen Einblick in die einzelnen Arbeitsschritte. Ihre Töpferei ist am 14. und 15. März von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Informationen und Bilder zu den teilnehmenden Werkstätten gibt es auf der Internetseite www.tag-der-offenen-toepferei.de oder bei der Töpferei Gabi Rittmaier, Sterpersdorf 26, Höchstadt,Tel. 09193/2581.