Insgesamt 250 Schadensstellen - ausgelöst durch das Unwetter am späten Dienstagnachmittag - mussten die Einsatzkräfte in Erlangen abarbeiten. Vor allem in Bruck, Frauenaurach, Eltersdorf und Tennenlohe waren zahlreiche Keller, Tiefgaragen und Firmenhallen vollgelaufen sowie Straßen überschwemmt.

Neben dem hauptamtlichen Personal der Ständigen Wache (auch dienstfreie Kräfte) waren alle 13 Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Erlangen, das Technische Hilfswerk Erlangen sowie Feuerwehren aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt, Fürth und Nürnberg in der Hugenottenstadt gebunden. Insgesamt bewältigten 368 haupt- und ehrenamtliche Frauen und Männer von Feuerwehren sowie das THW über 250 Einsätze.

Besonders der Hutgraben, der am Abend in Eltersdorf unter anderem die Egidienstraße und mehrere Anwesen überflutete, beschäftigte die Einsatzkräfte länger.

Zwischen Eltersdorf und Tennenlohe (in der Nähe der Autobahn A3) wurde er künstlich angestaut, um zu verhindern, dass noch mehr Wasser in Richtung Eltersdorf fließt. Dafür kamen auch landwirtschaftliche Geräte zum Einsatz. Im Bachbett wurde ein Wall mit Sandsäcken und Strohballen errichtet.

Stadtbrandrat Friedhelm Weidinger, der den Großeinsatz von der Hauptfeuerwache aus leitete, konnte erst gegen 22:30 Uhr vorsichtig Entwarnung geben, als die Zahl der von der Leitstelle Nürnberg übermittelten Einsätze langsam abnahm.

Gegen Mitternacht konnte der Großteil der eingesetzten Kräfte herausgelöst werden. Auch im Laufe des Mittwochvormittags müssen noch mehrere vollgelaufene Keller leergepumpt werden.