Vom Bayernligisten aus Erlangen-Bruck fliegt der Steilpass in die Reihen des Bezirksligisten Baiersdorfer SV. Zwei Spieltage vor Saisonende nimmt Sturm-Routinier Enrico Cescutti das Zuspiel seines ehemaligen Teamkameraden Nuhija Sylejmani an. Obwohl Cescutti mit 18 Treffern diese Saison wieder zu den Top-Torschützen zählt, plant der 35-Jährige, beim Fußball kürzer zu treten.

Wer hat Sie angespielt?
Enrico Cescutti: Mit Nuhija habe ich zwei Jahre lang beim SV Buckenhofen zusammengespielt. Er ist ein absolut positiver Mensch und ein Gewinn für jede Mannschaft. Außerdem habe ich ihn als sehr ehrlich kennen gelernt. Nuhija gibt immer 100 Prozent und jeder Verein kann froh sein, einen solchen Mann in seinen Reihen haben zu dürfen.

Wie sieht Ihr Laufweg aus?
Bis zu meinem 22. Lebensjahr habe ich für den FSV Erlangen-Bruck gespielt. Der damalige Trainer Enzo Penna hat mich anschließend zum SV Buckenhofen gelotst, wo wir gleich in meinem ersten Jahr in die Bezirksoberliga aufgestiegen sind. Dort war ich dann sechs Jahre lang aktiv. Anschließend bin ich erneut Penna gefolgt. Seit 2008 stehe ich nun im Kader des Baiersdorfer SV, bei dem ich ebenfalls den Aufstieg in die BOL miterleben durfte.

Was erwarten Sie von diesem Wochenende?
Insgesamt geht es für uns um nichts mehr und wir bringen gerade eine sehr durchwachsene Saison hinter uns. Nach der Winterpause haben wir leider nur noch schwankende Leistungen gezeigt. Zwar waren wir defensiv immer ganz gut gestanden, allerdings war ich auch eine Zeit lang nicht richtig fit. Das konnten wir im Angriff leider nicht kompensieren. An duiesem Wochenende spielen wir gegen den Vorletzten SV 73 Nürnberg-Süd. Jedoch erwartet uns da wohl ein lauer Sommerkick, da einige Spieler von uns für die Reserve geschont werden und den Abstieg aus der Kreisklasse verhindern sollen.
Ich selbst werde ab nächster Saison hingegen etwas zurückstecken und den jüngeren Spielern den Vortritt lassen. Wie das genau aussehen wird, kann ich selbst noch nicht sagen. Aber ich möchte nicht mehr 90 Minuten lang über den Platz hetzen. Jedoch könnte ich mir gut vorstellen, eine ähnliche Rolle wie Claudio Pizarro bei den Bayern einzunehmen und im Notfall als Joker auszuhelfen.

Wen spielen Sie als nächstes an?
An Stefan Singer, den Co-Spielertrainer der DJK-SC Oesdorf. Für seine Mannschaft geht es derzeit um die Meisterschaft in der A-Klasse. Leider hatte Stefan im letzten halben Jahr Probleme mit einer komplizierten Verletzung an der Achillessehne. Das weiß ich, weil wir privat noch öfter Kontakt miteinander haben. Mit ihm bin ich sowohl bei Erlangen/Bruck als auch beim SVB in die Bezirksoberliga aufgestiegen. Für den Saisonendspurt wünsche ich ihm noch viel Erfolg.