"Eine Stunde am Reck ist auf jeden Fall anstrengender als eine Stunde lang Autogramme schreiben", bilanzierte Fabian Hambüchen am Donnerstagabend, nachdem er mit den Fans im Einkaufszentrum auf Tuchfühlung gegangen war. "Nach dem heutigen Tag wird mich aber auf der Heimfahrt die Müdigkeit überkommen", gab der 24-Jährige zu. Denn bevor er den Weg nach Erlangen fand, hatte er schon ähnliche Termine in Straubing und Regensburg wahrgenommen.

Die Strapazen ließ sich der Sportler, der im Sommer olympisches Silber am Reck gewonnen hatte, nicht anmerken. Geduldig und freundlich schrieb er eine Autogrammkarte nach der anderen und posierte für den einen oder anderen Schnappschuss. Ein Grinsen konnte sich der Turnstar nicht verkneifen, als ihn ein Passant offensichtlich erkannte, aber nicht so recht zuordnen konnte. Der Mann zückte jedoch sofort sein Handy und forderte einen Bekannten lautstark auf: "Du musst schnell kommen, der Hambüchen ist da - genau, der bekannte Leichtathlet." Die Autogrammkarte,die den 24-Jährigen bei einer Übung am Pferd zeigt, sorgte Augenblicke später aber auch bei dem Passanten für Erleuchtung.

Für Hambüchen, der bis vergangene Woche noch Wettkämpfe turnte, ist die Saison jetzt zu Ende. Das Studium laufe gut und er freue sich jetzt erstmal auf Weihnachten. "Aber vorher mach' ich noch bei Stefan Raabs TV-Total-Turmspringen mit und im nächsten Jahr stehen ja wieder eine Europa- und eine Weltmeisterschaft an", erzählte der sympathische Sportler. Nach einer Dreiviertelstunde in den Arcaden musste Hambüchen wieder los, um seinen Zug zu erreichen, hielt aber vor der Rolltreppe nochmal inne, um auch dem kleinen Christopher eine Autogrammkarte zu zu stecken.