Der 32-Jährige, der seine erste Trainerstation antritt, wird beim A-Klassisten Nachfolger von Stephan Blersch, der sein Amt nach dann drei Jahren niederlegen wird.


Vollzug nach vier Monaten Suche

"Wir haben einen Tipp bekommen und uns mit ihm zusammengesetzt", sagt Abteilungs- und Spielleiter Christopher Rauber, der froh ist, nach vier Monaten endlich Vollzug melden zu können. "Gleich in den ersten Gesprächen haben wir gemerkt, dass es passt. Er ist hundertprozentig bei der Sache, wir tauschen uns natürlich auch schon in Sachen Kaderplanung für die kommende Saison aus", erzählt Rauber.

Die aktuellen Spieler sollen gehalten werden, dazu soll es punktuelle Verstärkungen geben. Und natürlich spielt Chiarelli selber noch. "Er ist im Moment bei Vestenbergsgreuth der Goalgetter. Wir haben ihn dort beobachtet. Er spielt sehr mannschaftsdienstlich und dirigiert, so wie man sich das von einem Spielertrainer vorstellt", erklärt der TSV-Abteilungsleiter.

Seit 2007 läuft der künftige Neuhauser für Greuth auf. Er kam damals aus Frimmersdorf und feierte mit den "Teekickern" gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die Kreisklasse. 107 Tore in 278 Begegnungen stehen in der Bilanz des 32-Jährigen, der sich künftig erste Sporen als Trainer verdienen will.

Bereits vor der Verpflichtung von Blersch vor knapp zweieinhalb Jahren stand der Offensivmann auf Raubers Zettel, doch damals entschied sich Neuhaus für einen reinen Coach. "Wir wollen es jetzt mit einem Spielertrainer versuchen", sagt der Abteilungsleiter, der sich sicher sei, dass das gut klappen wird.

Ein bisschen kurios gestaltete sich die Vorbereitung des A-Klassisten. Seit 7. Februar befand sich Neuhaus im Training, erst am Donnerstag hatte das Team das erste Pflichtspiel. Zwei Partien fielen der Witterung zum Opfer, dazu war der TSV einmal spielfrei. "Wir sind immer noch mit drei Spielen im Rückstand", sagt der Funktionär und warnt vor den kommenden Gegnern.

Nachdem die Blersch-Elf Münchaurach im vierten Spiel des Jahres die erste Niederlage zugefügt hat, muss sie am Sonntag nach Oberreichenbach. "Der SCO hat mich etwas überrascht. Denn ich bin davon ausgegangen, dass er in Etzelskirchen gewinnt", sagt Rauber. Stattdessen bezog der bis dahin Tabellenzweite eine 1:6-Klatsche und gab den Relegationsplatz an die SpVgg ab. "Das ist aber eine sehr gute Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern", berichtet der Abteilungsleiter, der mit seiner Mannschaft noch ein bisschen nach oben rutschen will.

"Die ersten drei Plätze sind weg, das ist klar. Aber danach ist noch was drin." Allerdings muss der Spätstarter noch auf zwei wichtige Spieler verzichten. Dominik Warter (noch drei Spiele) und Danny Heinrich (noch eine Partie) sind seit dem 27. November gesperrt.


Gerne wieder Kreisklasse

In der kommenden Saison werden neue Ziele gesteckt. Dass man beim TSV gerne wieder Kreisklasse spielen würde, steht außer Frage. Allerdings gibt es noch keine Vorgabe. "Wir müssen erst einmal abwarten, wie der Kader aussieht und natürlich, in welcher Liga wir landen und wie die entsprechenden Gegner heißen", sagt Christopher Rauber.