Als Neuling befindet sich der TSV Hemhofen überraschend im Aufstiegsrennen der Kreisklasse 1. Im Endspurt muss Coach Costa Büle aber acht Spiele auf Sohn Angelo verzichten.
In der vergangenen Saison stieg der TSV
Hemhofen von der A-Klasse in die Kreisklasse 1 ER/PEG auf. Die Mannschaft von Trainer Costa Büle hat sich eine Liga weiter oben schnell etabliert und befindet sich statt im Abstiegs- mitten im Aufstiegskampf. Doch zu Beginn der Rückrunde droht dem Tabellendritten eine bittere Sperre.
Mit fünf Siegen zu Saisonbeginn ebnete der TSV den Weg für eine starke Hinrunde. Bis zum Winter verlor der Aufsteiger zwar vier Mal, doch die Costa-Elf ist als Dritter noch im Aufstiegsrennen. "Die Saison bisher ist optimal verlaufen", sagt Abteilungsleiter Gerald Meyer. "Wir hatten nicht erwartet, dass wir so gut dastehen." Anders als bei Neulingen üblich war in Hemhofen allerdings nicht nur der Klassenerhalt das Ziel. "Unser Ziel ist, jedes Spiel zu gewinnen. Wir wollten von Anfang an voll mit- und eine gute Rolle spielen", berichtet Meyer.
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"Der Klassenerhalt war für uns selbstverständlich."
Costa Büle bleibt noch ein Jahr
Doch dass es so reibungsfrei läuft, war nicht abzusehen. Für den Höhenflug hat der Abteilungsleiter eine Erklärung: "Die Art und Weise, wie der Costa die Mannschaft trainiert und punktuell vorbereitet, ist schon klasse. Das kann er einfach", lobt er den Trainer. Die Spieler verstünden ihn, das sei ausschlaggebend für den Erfolg. Kein Wunder also, dass Büle im August in seine vierte Spielzeit als Hemhofener Übungsleiter gehen wird. "Wir sind mit seiner Arbeit absolut zufrieden. Er hat im Winter für die nächste Saison verlängert", verrät Meyer.
Angelo Büle acht Spiele gesperrt
Alles super also beim TSV - wäre da nicht die Rote Karte von Angelo Büle aus dem letzten Spiel vor der Winterpause beim FSV
Erlangen-Bruck (1:4). Der Trainersohn handelte sich in der 16. Minute einen Platzverweis ein, da er den Referee angegangen hatte. "Er hat den Schiedsrichter leicht berührt und der hat das als Tätlichkeit ausgelegt. Er hat in seinen Bericht geschrieben, dass Angelo ihn geschubst hat", berichtet Meyer.
Dieses Vergehen kommt den Mittelfeldspieler teuer zu stehen: Die stattliche Sperre des Sportgerichts lautet acht Spiele. "Wir gehen auf jeden Fall in Berufung. Die Sperre ist eine Frechheit", meint der Abteilungsleiter, der auch die jüngste Sperre gegen den Adelsdorfer Andi Mönius im Kopf hat: "Da entscheiden sie nach Wochen und der Angelo bekommt nun für eine Kleinigkeit acht Spiele, das ist lächerlich."
Sollte die Sperre Bestand haben, ist das ein herber Rückschlag für die Aufstiegshoffnungen des Klubs. "Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Wenn er länger ausfällt, wird es schwer", weiß auch Meyer.
Noch ist das letzte Wort allerdings nicht gesprochen, der Kreisklassist hat bereits Einspruch gegen das Urteil eingelegt. Und die Büle-Schützlinge haben nur vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer ASV Höchstadt, drei auf den Zweiten aus Heroldsbach. "Wenn wir komplett wären und vielleicht punktuelle Verstärkungen bekämen, könnten wir ganz oben angreifen", glaubt Meyer. "Aber ohne Angelo... Unser Kader ist recht dünn, da wird es schwer, Ausfälle zu kompensieren."
So lange wie möglich oben dran
Tatsächlich ist der TSV an der einen oder anderen Verstärkung dran, spruchreif sei jedoch noch nichts. Abgänge wird es im Winter keine geben. "Wir müssen jetzt durchhalten und oben dranbleiben", gibt Meyer die Marschroute vor. "Wenn wir im Mai noch oben dran sind, ist alles möglich." Spätestens dann wäre auch Angelo Büle wieder an Bord. "Wir werden alles versuchen, um bis zum Ende um die Aufstiegsplätze mitzuspielen. Was dann rausspringt, werden wir sehen", erklärt Meyer.