Sebastian Bleisteiner und Stephanie Preiß heißen die schnellsten "Medworker" 2014. Über die olympische Distanz gingen sie als Erste über die Ziellinie. Bei den Sprintern erwiesen sich Mike Büttner und Melanie Rester als Spezialisten über 400 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Aber auch als 22. kann man zufrieden sein, wie Vjatscheslaw Masnik beweist.

Der Aischgrund war am Sonntag Anlaufstelle für Athleten aus dem ganzen Bundesgebiet. Insgesamt 572 Sportler kamen zum Medwork-Triathlon in Höchstadt zusammen. Und der verzeichnete in seiner dritten Auflage eine Premiere. "Erstmals sind alle Disziplinen ausgebucht", verkündete Organisator Gerald Geier bereits im Vorfeld stolz.
Vor allem aus Höchstadt und Umgebung rüsteten sich viele Sportler schon seit Monaten für diesen Wettkampf, der innerhalb kürzester Zeit zum festen Bestandteil des Jahreskalenders zahlreicher regionaler Athleten geworden ist.


Zweiter beim siebten Triathlon

Dementsprechend gut war auch die Stimmung, als die ersten Wettkämpfer am Morgen an den Start gingen. Die Teilnehmer der olympischen Distanz gingen um 9.30 Uhr ins Wasser. 1,5 Kilometer im Schwimmbad, 40 Kilometer auf dem Rad und zehn Kilometer zu Fuß hatte der aus München angereiste Vjatscheslaw Masnik da noch vor sich. Am Mittag erreichte der 35-Jährige als 22. das Ziel und war sichtlich zufrieden mit seiner Leistung. "Das war mein siebter Triathlon in dieser Saison", berichtete der gebürtige Ukrainer stolz. In Höchstadt war er allerdings zum ersten Mal dabei und sofort begeistert von der Veranstaltung: "Die Organisation ist wirklich gut und die Strecken gefallen mir auch."

Von den drei Disziplinen entspricht das Radfahren am ehesten Masniks sportlichen Neigungen. Hier konnte er wertvolle Zeit gutmachen. Weniger Glück hatte dagegen ein 18-Jähriger aus München. Er verfuhr sich auf der Strecke zwischen Zentbechhofen und Höchstadt und büßte Zeit ein. Den Stolz seiner Familie, die den jungen Mann vom Streckenrand aus anfeuerte, minderte dieses Malheur jedoch nicht.


Herrmann musste zuschauen

Ebenfalls nur vom Wegrand aus zusehen konnte in diesem Jahr Oskar Herrmann. Der Unternehmer aus Baiersdorf nahm im vergangenen Jahr erstmals am Medwork-Triathlon teil. Die kleine Staffel absolvierte er damals im Team mit seinem Bruder und seiner Schwägerin. Heuer hinderte ihn eine Arthrose im Knie an einem erneuten Start. "Meine Firma stellt aber vier Teams", sagte Herrmann.

Das Geschehen beobachtete er vom Medbacher Kreisel aus. Hier waren zwar nur wenige Zuschauer, dafür etliche Polizisten und Feuerwehrleute anzutreffen. Schließlich stellte der Kreisverkehr aufgrund seiner hohen Frequentierung während des Triathlons aus deren Sicht eine nicht ganz ungefährliche Stelle dar - vor allem für die Rennradfahrer.

Am Ende verlief die Veranstaltung jedoch einmal mehr reibungslos. Nicht zuletzt dank der 100 freiwilligen Helfer, die den Ablauf am Rande der Strecken genauestens koordinierten. Mit Liedern wie "I will survive", das aus verschiedenen Lautsprechern tönte, motivierten sie die Teilnehmer zusätzlich.
Und auch das Wetter spielte mit. Anscheinend hatte sich der Himmel am Freitag und Samstag bereits ausgeregnet. Im Laufe des Tages fanden sich daher hunderte Zuschauer in dem großen Areal um das Höchstadter Freibad ein. Hier fielen sich Sportler und anfeuernde Angehörige nach geschafftem Wettkampf in die Arme.


800 Euro für die Kinder


Als Abschluss stand am Nachmittag die große Siegerehrung auf dem Programm. Hier gab es in diesem Jahr eine Neuerung. Die 398 Einzelstarter und 58 Staffeln schwitzten nämlich für einen guten Zweck: Fünf Cent pro absolviertem Kilometer gingen an den katholischen und evangelischen Kindergärten. Diese dürfen sich nun über je 400 Euro freuen.