Der EV Regensburg zeigte keine Gnade. Sieben Treffer - gleichmäßig auf die Drittel verteilt - schenkten die Gastgeber den Höchstadt Alligators ein. War der HEC an Allerheiligen erst in der Verlängerung unterlegen, ließ er sich im Rückspiel der Eishockey-Oberliga-Süd von der Atmosphäre der über 2000 Zuschauer beeindrucken.


EV Regensburg - Höchstadter EC 7:0

Das schnelle Wiedersehen mit Regensburg nach nur zehn Tagen begann für die Gäste gar nicht gut. Ales Kreuzer und Jiri Ryzuk mussten in der vierten Minute auf die Strafbank, in doppelter Unterzahl hielten die Panzerechsen dagegen und Torwart Philipp Schnierstein bärenstark - vor allem gegen Barry Noe -, doch fünf Sekunden vor Ablauf der Sperren erzielte Nikola Gajovsky doch noch das unhaltbare 1:0 (6.). Auch der zweite EV-Treffer war für den HEC unglücklich: Spielertrainer Daniel Jun und Kreuzer
vergaben eine Konterchance, im Gegenzug traf Vitali Stähle (9.).

Die Gäste brauchten ein wenig, um die frühen Rückschläge wegzustecken, so dass Regensburg weiter am Drücker war. Dann boten sie dem Favoriten Paroli. Jun jagte den Puck ans Lattenkreuz (14.), auch Markus Babinsky (17.) und Thilo Grau (18.) sowie Daniel Sikorski (19.) und Martin Vojcak (20.) im Powerplay brachten die Scheibe aber nicht im Regensburger Tor unter.


3:0 zieht den Alligators den Zahn

Im zweiten Drittel kam es noch schlimmer. Die Alligators spielten munter mit, gemeinsam mit dem Gegner lieferten sie den knapp 2000 Zuschauern eine ansehnliche Oberliga-Partie, kassierten aber zwei weitere Gegentreffer durch Stähle, der von Brandon Wong bedient wurde (28.), und eine starke Einzelleistung von Gajovsky, der sich von hinter dem Höchstadter Gehäuse vor dasselbige dribbelte und einschob (32.).

"Das 3:0 hat uns den Zahn gezogen, danach war das Spiel fest in Regensburger Hand", sagte HEC-Sprecher Stefan Hobner. Wenigstens ein HEC-Tor wäre allerdings verdient gewesen, denn die Gäste hielten mit ihren Mitteln dagegen. Kreuzer prüfte die Stabilität der Maske des EV-Goalies (36.) und Petrak scheiterte im Fünf gegen Vier (39.).


Keine Wende in Sicht

Die Geschichte setzte sich in den letzten 20 Minuten nahtlos fort. Per eiskaltem Konter machte Benedikt Böhm einer möglichen Aufholjagd schnell einen Strich durch die Rechnung (44.). Peter Flache in den Winkel (52.) und erneut Böhm (53.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. "Das Ergebnis ist verdient, aber vielleicht um zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen", fand Hobner.


EV Regensburg: Tor: Brenner, Fießinger; Verteidigung: Wolsch, Schmitt, Gulda, Vogel, Noe, Tippmann, Frankenberg; Angriff: Habermann, Wong, Schwarz, Flache, Böhm, Trew, Merka, Drews, Gajovsky, Stähle, Huber, Brunnhuber
Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Metz; Verteidigung: Stütz/Sikorski, Ryzuk/Knaup, Wiedl/Babinsky; Angriff: Rousek/Petrak/Vojcak, Dzemla/Kreuzer/Jun, Heilman/Grau/Cejka
Schiedsrichter: Dominic Erdle, Christopher Reitz, David Tschirner
Zuschauer: 2132
Tore:
0:1 Gajovsky (6.), 0:2 Stähle (9.), 0:3 Stähle (28.), 0:4 Gajovsky (32.), 5:0 Böhm (44.), 6:0 Flache (52.), 7:0 Böhm (53.)
Strafzeiten: 8 / 12