Kein Déjà-vu für die Alligators: Nachdem Höchstadt am vergangenen Sonntag in Lindau mit 6:3 gewann, verlor der HEC nun eine Woche später mit 0:3 (0:2, 0:0, 0:1) gegen die Islanders vom Bodensee. Lindau war im ersten Drittel dieser Partie der Eishockey-Oberliga giftiger als der HEC und hatte in den folgenden Spielabschnitten Glück, kein Gegentor zu kassieren. Die Höchstadter Leistungssteigerung wurde nicht belohnt.

Oberliga Süd

EV Lindau - Höchstadt Alligators 3:0

Im Vergleich zum vergangenen Sonntag kam die Heimmannschaft besser ins Spiel. Damian Schneider behielt im Eins-gegen-Eins gegen HEC-Goalie Benjamin Dirksen die Oberhand: Eigentlich waren die Alligators im Spielaufbau gewesen, aber die Islanders unterbanden das und schickten Schneider in Höchstadts Drittel - 1:0 (4.). Bereits einige Sekunden nach dem Start musste Dirksen den Handschuh hinhalten, als er den ersten Schuss der Islanders parierte. Im Gegenzug schoss Anton Seewald den Puck ins Fangnetz (2.).

Lindau zu Anfang dominant

In Überzahl bedrängte die Heimmannschaft den HEC-Goalie und setzte sich im Höchstadter Drittel fest. Doch Chance um Chance parierte Dirksen bärenstark (9.). Die Alligators taten sich schwer gegen die Mannschaft vom Bodensee. Bei Bully-Gewinn im eigenen Drittel versuchten sie, die Bande mitzunehmen. Dann waren sie länger am Puck, doch bis zum Tor kamen die Höchstadter so nicht. In Überzahl (!) kassierten sie sogar das 0:2 durch Schneider (19.).

HEC im zweiten Drittel besser

Im zweiten Drittel wirkten die Höchstadter spritziger und gefährlicher als die Heimmannschaft. Milan Kostourek wurde auf einen Konter geschickt, doch der Puck ging am Tor vorbei (25.). Die Islanders zeigten sich unsortiert im eigenen Drittel, die Pässe kamen nicht an. Seewald traf nur die Latte (28.). Kurz zuvor war Kostourek hart gecheckt worden, was eine Zwei-Minuten-Strafe für Lindau nach sich zog. In Überzahl biss sich Höchstadt im gegnerischen Drittel fest, aber die Islanders störten jedes Mal erfolgreich. Weil dann zu viele Höchstadter auf dem Eis waren, wurde Vitalij Aab zu einer Bankstrafe verdonnert (30.). Die Unterzahl überstanden die Gäste aber schadlos.

Kostourek hatte sich von seinem Check erholt und stand wieder auf dem Eis. Sein Team hätte sich langsam einen Treffer verdient gehabt, so, wie es die Islanders unter Druck setzte. Aber die Heimmannschaft konnte Goalie Lucas Di Berardo immer wieder entlasten.

Der Puck lag im dritten Spielabschnitt frei auf der Linie des Lindauer Tors, aber kein Höchstadter kam an die Scheibe (42.). Nach einem Bully im Höchstadter Drittel fing sich Lindau und verteidigte konstanter (47.). Aber auch der HEC - allen voran Markus Babinsky - verteidigte stark. An ihm bissen sich die Islanders die Zähne aus. Einen Schuss von Daniel Schwamberger blockte Babinsky (48.). Thilo Grau verlor die Scheibe im Lindauer Drittel, die Heimmannschaft machte sich zum Konter auf, der aber nichts einbrachte (53.).

Dimitri Litesov sah, dass Di Berardo nicht im Tor stand, aber der Puck wollte einfach nicht über die Linie (55.). Der Höchstadter Anschlusstreffer wäre mittlerweile mehr als verdient gewesen, aber die Islanders hatten Glück. Nach einem Bully in Höchstadts Drittel befreite sich der HEC zunächst, aber die Heimmannschaft rückte zu Dirksen vor. Den Schuss parierte Höchstadts Goalie jedoch ohne Mühe (57.). Damian Schneider nutzte eine Unordnung im HEC-Drittel perfekt aus und netzte zum entscheidenden 3:0 ein - Hattrick für Schneider und ein glücklicher Sieg für das Team vom Bodensee (58.).

Hat sich Cypas verletzt?

Im zweiten Drittel war Domantas Cypas ohne Einwirkung eines Gegenspielers in die Bande gekracht. Im letzten Spielabschnitt tauchte er nicht mehr auf dem Eis auf. Es bleibt zu hoffen, dass er sich nicht stärker verletzt hat.