0:3 beim FC Frimmersdorf: Das heißt, Sebastian Schleicher, Chef-Knipser bei der SpVgg Mühlhausen in der Fußball-A-Klasse Bamberg 1, blieb ohne Torerfolg. Und das erst zum zweiten Mal in der noch jungen Saison, in der der 24-Jährige schon 21-mal zugeschlagen hat. Ein Wert, mit dem er im Spielkreis Bamberg zu den drei besten Schützen zählt.
Der Steppacher schnürte 1996 zum ersten Mal die Schuhe - damals auch schon in Mühlhausen, "weil es in Steppach erst mit sieben Jahren möglich gewesen wäre", erinnert sich Schleicher, der bis zur B-Jugend als Libero fungierte. "Durch meine häufigen Ausflüge in die Offensive wurde ich dann ins zentrale offensive Mittelfeld oder in den Sturm beordert.
Im Seniorenbereich entdeckte ich dann meine Lieblingsposition auf dem rechten Flügel", sagt der Vollblut-Fußballer, für den Erfolg und Spaß Hand in Hand gehen.


Mit dem Spaß kommt der Erfolg

"Ich denke, es ist essenziell wichtig, Spaß beim Fußball zu haben. Der Erfolg und die Kameradschaft tragen natürlich einen entscheidenden Teil zum Spaß bei. Hat man Spaß, kommt meist auch der Erfolg. Zudem denke ich auch, dass die Kameradschaft zum Erfolg verhilft, da man für seinen besten Kumpel den einen oder anderen Meter mehr läuft."
Sein im Hinblick auf Tore erfolgreichstes Jahr hatte Sebastian Schleicher in der Saison 2012/2013, als er mit 51 Treffern entscheidend dazu beitrug, dass die SpVgg Mühlhausen den Wiederaufstieg in die Kreisklasse schaffte. Fast zwangsläufig wurden höherklassige Vereine auf ihn aufmerksam.
Schleicher wechselte zunächst nach Strullendorf in die Landesliga, danach zur SpVgg Stegaurach. "Die Umstellung war schwierig. Deutlich mehr Training, verbunden mit einem höheren Zeitaufwand und gehobene Anforderungen. Die deutlichsten Unterschiede, von denen ich heute am meisten profitiere, waren die taktischen."
Über 70 Landesliga-Spiele absolvierte der Stürmer für Strullendorf und Stegaurach, erzielte dabei 19 Treffer. "Ich nehme vieles aus den drei Jahren mit. Nicht nur eine Verbesserung der individuellen Leistung, sondern auch viele Freundschaften mit klasse Typen. "
Warum er in die A-Klasse zurückkehrte, erklärt Schleicher mit seiner beruflichen Entwicklung: "Zur Sommervorbereitung war mein Studium in der Endphase, darauf wollte ich mich konzentrieren. Zudem habe ich danach eine neue Arbeit begonnen, bei der nicht abzusehen war, ob es für den höherklassigen Bereich zeitlich reicht. Natürlich spielten auch meine Kumpels in Mühlhausen eine Rolle, die mich so oft es ging von einem Wechsel überzeugen wollten."


Fahrstuhlmannschaft

Mit Erfolg. Nun läuft und trifft Sebastian Schleicher wieder für die SpVgg, die nach neun Spielen auf Rang 3 liegt und dank Schleicher die torgefährlichste Mannschaft der Liga stellt. "Ich hoffe, dass der Aufstieg klappt, wir haben eine überragende Truppe, die eigentlich kein anderes Ziel haben darf", sagt der 24-Jährige, der als Hauptkonkurrenten den übernächsten Gegner aus Wachenroth und den FC Frimmersdorf, aber auch Bischberg und Pommersfelden auf dem Zettel hat.
Für die sportliche Zukunft hat der 24-Jährige konkrete Wünsche: "Vor allem natürlich verletzungsfrei bleiben und mit Mühlhausen den Aufstieg schaffen. Ein weiteres Ziel wäre dann, sich in der Kreisklasse zu etablieren und den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft endgültig abzulegen. Falls noch einmal ein Angebot aus einer höherklassigen Liga kommt, wäre ich sicher nicht abgeneigt, jedoch muss natürlich alles passen."