Höchstadter EC - EHC Waldkraiburg 6:2


Die Alligators begannen am Freitagabend kopf- und sorglos und brauchten einige Minuten, um in die Partie zu finden. Doch da war es bereits zu spät, denn die Gäste benötigten nicht einmal 60 Sekunden, um durch Christian Birk in Führung zu gehen. Wenig später bewahrte Ronny Glaser im HEC-Tor seine Farben vor einem höheren Rückstand und in der Folge hatten die Gastgeber drei, vier Mal Glück, dass leichtfertige Puckverluste nicht bestraft wurden und Waldkraiburg vor allem am eigenen Unvermögen scheiterte. Auf der anderen Seite kamen die Alligators zwar das ein oder andere Mal zum Abschluss, waren aber zu harmlos und fanden selbst bei zwei Überzahlsituationen kein Rezept, die Defensive der Gäste zu überwinden. Rutschte die Scheibe doch einmal durch, war beim starken Goalie Fabian Birk Endstation. Ein übles Foul an Stephan Hiendlmeyer ließ die Stimmung unter den Höchstadter Fans kurz vor der Drittelpause hochkochen, vor allem die Entscheidung des Referee-Trios, die Situation mit zwei Strafminuten für beide Teams zu ahnden, stieß auf Unverständnis.

Doppelschlag wendet das Blatt


Im zweiten Drittel fanden sich die Alligators besser zurecht, auch wenn der Spielfluss von einigen Zeitstrafen immer wieder unterbunden wurde. Thilo Grau fand nach Pass von Jan Michalek zum ersten Mal eine Lücke und traf zum Ausgleich (23.). Doch der schien nicht lange Bestand zu haben, denn kurz darauf sahen sich die Panzerechsen einer 3:5-Situation ausgesetzt. Doch die Mannen von Spielertrainer Daniel Jun verteidigten geschickt und überstanden diese Phase schadlos. Die Teams begegneten sich jetzt auf Augenhöhe, wobei die Aischgründer hinten besser standen und ihre eigenen Offensivbemühungen forcierten. Ein Doppelschlag wendete das Blatt zu Gunsten des HEC: Erst traf Daniel Sikorski nach Pass von Michalek und mit Hilfe des Pfostens zur Führung (32.) und kurz darauf netzte Petr Gulda aus kurzer Entfernung zum 3:1 ein (33.). Die Aktionen der Gäste aus Waldkraiburg waren meist brotlos, erst kurz vor der Drittelpause gab es wieder einen Hoffnungsschimmer, als Jürgen Lederer einen schönen Spielzug zum 3:2-Anschlusstreffer abschloss.

gggg


Im Schlussabschnitt passierte zunächst nicht viel. Die Kontrahenten belauerten sich und warteten darauf, dass der Gegner einen Fehler machen würde.Doch das passierte nicht und es entwickelte sich ein Geduldspiel, das letztendlich die Alligators für sich entschieden. Die 50. Minute brachte das Schlüsselerlebnis, in Folge dessen sich die Gastgeber wie das namengebende Reptil minutenlang im Drittel des EHC festbissen, um den Gegner niederzuringen. Zunächst scheiterten die Höchstadter noch mit einer Riesenchance an Goalie Birk, blieben aber in Puckbesitz und gleich die nächste Aktion nutzte Michalek nach Pass von Jun zum 4:2. Der HEC hatte Blut geleckt, hielt das Tempo hoch und zog bei fünf gegen fünf fast schon ein Powerplay auf, das Gulda nach toller Vorarbeit von Grau und Daniel Tratz zum vorentscheidenden 5:2 nutzte (53.). Waldkraiburg versuchte in den folgenden Minuten noch einmal alles, um wieder ins Spiel zu kommen, brachte Goalie Glaser aber nicht mehr in Verlegenheit. Und als Sikorski den Puck nach Pass von Jun zum 6:2 in die Maschen hämmerte (56.), war die Partie endgültig entschieden.
Hätten die Panzerechsen vor allem im ersten Drittel nicht so viel Glück gehabt, wäre die Partie vermutlich ganz anders verlaufen, so aber verdienten sich Jun, Sikorski und Co. mit einer Leistungsexplosion und dann auch mit einem mannschaftlich geschlossenen wie konzentrierten Auftritt den Sieg.

Die Statistik zum Spiel


Höchstadter EC - EHC Waldkraiburg 6:2 (0:1, 3:1, 3:0)

Höchstadter EC: Tor: Glaser; Verteidigung: Stütz/Sikorski, Kaczmarek/Babinsky, D. Goblirsch/Eyrich;
Angriff: Michalek/Jun/Lenk, Gulda/Grau/Hiendlmeyer, S. Goblirsch/Tratz/Stribny, Pruett/Dam

EHC Waldkraiburg: Tor: F. Birk; Verteidigung: Laschütza, Meinicke, Vogl, Lenczyk, Schrödinger, Loboda;
Angriff: S. Piskunov, Sorsak, A.Piskunov, Geuder, Rott, C. Birk, Lederer, Ferstl, Führmann, Barth

Tore: 0:1 C. Birk (1.), 1:1Grau (23.), 2:1 Sikorski (32.), 3:1 Gulda (33.), 3:2 Lederer (39.), 4:2 Michalek (50.), 5:2 Gulda (53.), 6:2 Sikorski (56.)

Schiedsrichter: Gut, Feist, Walter

Zuschauer: 400

Strafzeiten: HEC 12 / EHC 12