Der Siemens-Konzern hat nach Russlands Angriff auf die Ukraine "entsprechende Maßnahmen" in die Wege geleitet. Das teilt der Technologie-Riese am Montag (28. Februar 2022) inFranken.de auf Nachfrage mit.

Siemens fungiert nicht nur in fränkischen Städten wie Nürnberg, Erlangen und Forchheim als Arbeitgeber - auch in der Ukraine unterhält das Unternehmen gleich mehrere Standorte

Mehrere ukrainische Standorte: Siemens-Beschäftige teilweise schon Mitte Februar ausgereist

"Wir verfolgen die Situation mit großer Sorge um alle Betroffenen und sind zutiefst besorgt über den russischen Militärangriff auf die Ukraine, der eine klare Verletzung des Völkerrechts darstellt", erklärt eine Siemens-Sprecherin gegenüber inFranken.de. Das Unternehmen ist in der Ukraine demnach mit mehreren Standorten und einer niedrigen dreistelligen Zahl von Mitarbeitern vertreten.

"Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben für Siemens Priorität", so die Sprecherin weiter. "Das Unternehmen hat entsprechende Maßnahmen ergriffen, um dies zu gewährleisten." Laut Angaben des Technologie-Konzerns haben die internationalen Siemens-Beschäftigten die Ukraine bereits Mitte Februar verlassen.

In wirtschaftlicher Hinsicht spielt Russland offenkundig eine vergleichsweise untergeordnete Rolle: Siemens' Russland-Geschäft mache weniger als ein Prozent des Umsatzes aus. "Wir bewerten aktuell die Sanktionen und werden diese selbstverständlich entsprechend umsetzen", erklärt Siemens mit Blick auf die Maßnahmen vonseiten der Politik.

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