In Adelsdorf bewegte der Bürgerentscheid über die Planung einer Stadt-Umland-Bahn (StUB) keine Massen. Diesen Eindruck konnte man zumindest bis in die frühen Nachmittagsstunden in den sechs örtlichen Wahllokalen gewinnen.

Zwischen zehn und 15 Prozent aller Wahlberechtigten fanden bis dahin lediglich ihren Weg an die Urnen. Diese Tendenz habe sich bereits im Vorfeld anhand des geringen Anteils an Briefwählern abgezeichnet, erklärt Wahlleiter Peter Müller: "Wir haben noch weit weniger Wahlscheine verschickt als bei der Europawahl."

Von insgesamt über 1000 Wahlberechtigten im Adelsdorfer Rathaus fanden bis um 14 Uhr beispielsweise nur 170 ihren Weg in den Abstimmungssaal. Wohl auch das frühlingshafte Wetter hatte dann seinen Anteil daran, dass es in den letzten Stunden des Entscheids doch noch etwas lebhafter auf den Rathausgängen zuging.


Wir haben uns umgehört, was die Wähler zur Abstimmung bewegt hat und wie sie das Stimmungsbild in Adelsdorf und Umgebung einschätzen. "Wenn man schon mal gefragt wird, sollte man seine Meinung auch kundtun. Meine Frau und ich haben uns im Vorfeld gut informiert und wussten deshalb auch genau, wo wir unsere Kreuzchen machen", fand Harald Kraus.

Und auch Jana Weller ließ sich den Gang zur Wahlurne nicht entgehen: "Ich gebe zu, dass ich an keiner der Podiumsdiskussionen oder Infoveranstaltungen im Vorfeld teilgenommen habe. Stattdessen habe ich mir Meinungen von Verwandten und Bekannten eingeholt und mir so ein eigenes Urteil gebildet. Ob andere junge Menschen ein ebenso großes Interesse an dem Bürgerentscheid haben wie ich, kann ich aber schwer einschätzen."