Mitten in Uehlfeld sollen bereits im Herbst 2019 unter anderem eine Norma, eine Bäckerei, ein Metzger und ein Café eröffnen.
Bereits 1996 haben Studenten ein Konzept entwickelt, wie man den Ortskern Uehlfelds wiederbeleben und eine gute Nahversorgung herstellen kann. Heute, 22 Jahre später, plant die Gemeinde ein ganz ähnliches Vorhaben, einen Regionalmarktplatz.
Teile der ehemaligen Metzgerei Rössner werden abgerissen, auch die alte Post und der leer stehende frühere Rewe-Markt müssen weichen. So entsteht an der B 470 Platz für einen großen Supermarkt, einen Bäcker, Metzger und für ein Café. Investor des Projekts ist die Firma Norma, die mit einer eigenen Filiale den größten Teil des rund 8000 Quadratmeter großen Areals einnehmen wird.
"Wir sind froh, dass wir überhaupt einen Investor gefunden haben", erklärte Bürgermeister Werner Stöcker(CSU) am Dienstagabend in der Bürgerversammlung. Denn die meisten Supermarktketten möchten statt in den Ortskern lieber an den Ortsrand auf eine freie Fläche, so der Bürgermeister.
Zwei Ein- und Ausfahrten
Direkt von der B 470 werden zwei Ein- und Ausfahrten errichtet, so dass die Einzelhändler gut erreichbar sind. Den Kunden stehen dann rund 70 Parkplätze zur Verfügung. Während die erste Zufahrt auf Höhe der Sparkasse installiert wird, soll die zweite in der abknickenden Vorfahrt an der Apotheke gebaut werden. "Wir haben hier einen sehr schwierigen Knotenpunkt", so Städteplaner Frieder Müller-Maatsch. Schwierig vor allem deswegen, weil Linksabbieger zum neuen Supermarkt leicht mit Linksabbiegern der abknickenden Vorfahrt und damit in Richtung Vestenbergsgreuth verwechselt werden könnten. Das Landratsamt hat deshalb auf dieser Seite die Einfahrt für die Linksabbieger nicht genehmigt. Um den Supermarkt zusätzlich per Fuß zu erreichen, sind Fußwege direkt zu den Einkaufsmöglichkeiten geplant.
In Verhandlungen mit Norma stellte die Gemeinde laut Bürgermeister Stöcker zusätzlich die Forderung, über dem Discounter einen Wohnbereich zu schaffen und ein bis zwei Etagen auf den eigentlichen Komplex zu bauen. Doch dies wies die Firma zurück. Der Bereich habe "Innenhofcharakter", der durch den Supermarkt und die angrenzenden Häuser entsteht. Dadurch gäbe es eine erhöhte Lärmbelästigung, die Ärger mit den Bewohnern mit sich bringen könnte, so die Argumente der Supermarktkette.
Baubeginn soll im Frühjahr 2019 sein, so dass der Regionalmarktplatz bereits im Herbst nächsten Jahres eröffnen kann. Aktuell liegt der Bebauungsplan zur Einsicht für Bürger noch bis zum 22. Juni im Rathaus aus.