Brummi-Fahrer haben's schwer. Auf Autobahnen und Landstraßen werden ihre Gefährte als Behinderung gesehen, nachts und an den Wochenenden müssen sie oft lange suchen, bis sie für ihre Arbeitsgeräte einen geeigneten Abstellplatz finden.

Einen solchen haben einige Lastwagenfahrer offensichtlich in der Karlsbader Straße in Höchstadt-Süd entdeckt: der Parkstreifen zwischen den beiden evangelischen und dem katholischen Kindergarten.

Eine Reihe von Anliegern in der Nachbarschaft ist darüber aber alles andere als begeistert, wie die Beschwerden bei der Polizei zeigen. Vor allem, wenn die Motoren nachts oder am frühen Morgen angeworfen und einige Minuten laufen gelassen werden, um den nötigen Bremsdruck aufzubauen, gibt es Proteste.

Laut Paragraf 12, Absatz 3a, der Straßenverkehrsordnung ist innerhalb geschlossener Ortschaften in reinen und allgemeinen Wohngebieten das "regelmäßige Parken" von Lastwagen über 7,5 Tonnen zwischen 22 und 6 Uhr und an Sonn- und Feiertagen nicht zulässig. Nur ist die Karlsbader Straße in diesem Abschnitt kein reines Wohn-, sondern Mischgebiet. Laut Bürgermeister Gerald Brehm (JL) wäre hier höchstens ein Parkverbot möglich, das würde aber dann für alle Bürger gelten.