Die Planung für den Neubau des Pfarrzentrums St Josef in der Ortsmitte nehmen Fahrt auf. In einer Informationsveranstaltung wurden allen Interessierten jetzt die ersten Ansichten präsentiert. Nun soll es mit den Bauanträgen an die zuständigen Behörden zügig weitergehen, berichtet Pfarrer Helmut Hetzel. Somit könnte spätestens im Frühjahr 2021 mit dem Bau begonnen werden.

Das Architekturbüro Format4pro aus Bamberg hat die Planungen entworfen und im Vorfeld mit den entsprechenden Behörden abgestimmt. Dieter Nitsche und Frank stellten die Entwürfe nun vor. Nicht nur Bürgermeister German Hacker zeigte sich begeistert. In einer Pressemitteilung zur Veranstaltung schreibt er: "Von allen Anwesenden wurden die schon sehr weit gediehenen Planungen, von Kubatur über die Fassaden- und Dachgestaltung und Raumaufteilung sehr positiv aufgenommen."

Laut Mitteilung von Pfarrer Hetzel war es wichtig, dass die Ansicht zum Josefsplatz den derzeitigen Charakter behält und der Bau den denkmalpflegerischen und städtebaulichen Ansprüchen entspricht. Nach Meinung der Kirchenverwaltung und aller zuständigen Behörden werden diese Vorgaben erfüllt, berichtet Hetzel. Die alte Form des Gebäudes werde aufgenommen und nach hinten in den Garten fortgeführt.

Saal vom Platz aus erreichbar

Für Bürgermeister Hacker ist es wichtig zu ergänzen, dass die neuen Gebäude auch einen Saal haben, der zum öffentlichen Platz hin direkt erreichbar ist. Damit biete sich die Möglichkeit, die Funktion eines Bürgerzentrums für Niederndorf zu übernehmen.

Außerdem könne der St. Josef-Platz neu gestaltet werden, berichtet Hacker. Während der Bauphase müsse er ja in jedem Fall den Bautätigkeiten weichen. Durch Zwischenbauten mit Glas und Stahl sollen die neuen Gebäudeteile der denkmalgeschützten Kirche eine prominentere Rolle bekommen als heute, schreibt Hacker weiter.

Pfarrer Helmut Hetzel beschreibt den virtuellen Rundgang, auf den die Versammlungsteilnehmer von den Architekten mitgenommen wurden. Vom St. Josefsplatz aus gesehen ist der Haupteingang für den Pfarrsaal in der Mitte, im Zwergenhaus, angelegt. Wörtlich schreibt er: "Vom Eingang aus geht man nach rechts in den Pfarrsaal, der der Größe des jetzigen inklusive Bühne entspricht, und nach links in das so genannte Kinderbistro, in dem die Kinder ihr Mittagessen ein-nehmen werden. Beide Räume können parallel für Veranstaltungen sowohl des Kinderhauses als auch der Pfarrei genutzt werden." Außerdem sei es wichtig gewesen, dass beide Räumlichkeiten durch große Fenstertüren einen direkten Zugang auf den St. Josefsplatz haben.

Ein wesentlicher Bestandteil der Planungen ist der Neubau einer siebengruppigen Kindertagesstätte. Auf städtischer Seite wurde in der letzten Stadtratssitzung der Betriebsträgervereinbarung für die neue Kita St. Josef zugestimmt.

Ab September

Deren Kinder können schon am 1. September starten, dann freilich noch in anderen Gebäuden. Wie Hacker berichtet, werden zunächst temporär nur zwei bis drei Gruppen in der ehemaligen Kita in Haundorf untergebracht. Wenn dann die neue Kita Reihenzach, voraussichtlich ab Februar 2021 fertig ist, werden Kinder und Personal dorthin umziehen. In drei Jahren sollte dann das Pfarrzentrum St. Josef mit der neuen Kita fertig sein.

Um keine Namensdopplung zu haben, wurde die bisherige Kita St. Josef neben der Cunz-Reyther-Grundschule an der Schulstraße in Niederndorf vor kurzem bereits in "St. Johannes" umbenannt, berichtet der Bürgermeister.