Sichtlich erleichtert waren die Laiendarsteller der Theaterabteilung des 1. FC Niederlindach als am Donnerstag die Generalprobe ihres neuen Stückes "Opa es reicht", ohne nennenswerte Probleme über die Bühne ging. Ort des Geschehens war der Saal des Liebfrauenhauses in Herzogenaurach. Hier fanden und finden auch die ersten Aufführungen statt. Das Theaterstück aus der Feder von Bernd Gombold erzählt die Geschichte der Familie Schnäbele.

Seit der ersten Aufführung der Theatergruppe vor zwölf Jahren sind Werner Dressel und Rita Gumbrecht dabei. Weitere Mitwirkende sind Gundi Koch, Peter Grünn, Jürgen Haselmann, Melanie Hendel, Matthias Johow, Hilmar Dütsch und Anja Willert, die als Organisatorin dafür verantwortlich ist, dass alles läuft. Als Souffleuse sorgt Lisa Geier dafür, dass die Aufführungen nicht ins Stocken geraten.



Immer das liebe Geld

Bei dem Stück geht es, wie so oft, um das liebe Geld, sodass Spannungen und Streitereien nicht lange auf sich warten lassen. So ist auch die sehr sparsame, um nicht zu sagen geizige Magda der Meinung, ihr Schwiegervater sei ein verschwenderischer und fauler Lump. Handy, Laptop und Motorrad sind ihm wichtiger als bis zum Umfallen auf dem Hof mitzuschuften. Der gewitzte Opa hat noch andere Ideen und so ist ständig "Feuer unter dem Dach" auf dem Hof der Familie Schnäbele.


Mit der Oma nach Italien

Opa Karl hat sich das Motorrad samt Beiwagen nur deshalb gekauft, weil er mit Oma Lena nach Italien fahren will. Oma Lena, schon etwas vergesslich und verwirrt, bringt den Versicherungs- und Staubsaugervertreter Friedhelm Friedlich an den Rand der Verzweiflung, obwohl der nur die Lebensversicherung an Opa Karl ausbezahlen will. Aus lauter Frust trinkt Friedlich zu viel Likör, mit fatalen Folgen.

Opa Karl ertappt einen Einbrecher auf frischer Tat, wird niedergeschlagen und um seinen Geldbeutel erleichtert. Mit Beute und dem neuen Motorrad des Opas flüchtet der Einbrecher und landet nach einem Unfall mit dickem Kopfverband im Krankenhaus.

Die Identität des Verletzten scheint geklärt zu sein, nachdem der Geldbeutel von Opa Karl bei ihm gefunden wird. Opa Karl, derweil wieder bei bester Gesundheit, versteckt sich und spielt der geizigen Magda und ihrem Ehemann Paul, die um ihr Erbe bangen, allerlei Streiche.

Das Ehepaar Heinz und Lore Grabemann kann seine Reise wegen des Unfalls nicht fortsetzen und muss ungewollt seinen Urlaub auf dem Bauernhof verbringen. Auch hier prallen zwei Welten aufeinander.


Italienische Momente

Als Silvi, Tochter von Magda und Paul, schwanger aus Italien zurückkommt, bringt Oma Lena wieder einiges durcheinander. Ihrer Schwiegertochter Magda erzählt Oma Lena der Vater des Kindes sei Italiener. Das ruft wiederrum Opa Karl auf den Plan, der Silvis Freund Thomas beauftragt, einen Italiener zu spielen, dem die Mafia im Genick sitzt. Magda wünscht sich angesichts der immer chaotischeren Verhältnisse nichts sehnlicher als dass Opa wieder da und alles wieder wie früher wäre.

Heute, Samstag, hat das Stück um 14.30 Uhr Premiere im Liebfrauenhaus in Herzogenaurach. Weitere Aufführungen sind am nächsten Wochenende in der alten Schulturnhalle in Hannberg (Freitag und Samstag um 19.30 Uhr, Sonntag um 15 Uhr). Einlass ist immer eine Stunde vor Beginn.


Vorverkauf

Karten für die Aufführung in Herzogenaurach können bei Hannelore Igel unter Tel. 09132/5053 und Dagmar Welker Tel. 09132/2653 bestellt werden. Für Hannberg läuft die Kartenvorbestellung über Alexandra Batz 09135/6198 und Anja Willert 09135/722009. Karten gibt es auch bei allen Niederlindacher Laiendarstellern sowie in der Filiale der Raiffeisenbank Seebachgrund und der Sparkasse in Heßdorf.