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Uehlfeld
Infrastruktur

Neue Geschäfte beleben den Uehlfelder Ortskern

Der neue Uehlfelder Regionalmarktplatz mit Discounter, Bäckerei und Postfiliale ist eröffnet.
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Die Verantwortlichen freuen sich über die Eröffnung des Regionalmarktplatzes.    Foto: Yannick Hupfer
Die Verantwortlichen freuen sich über die Eröffnung des Regionalmarktplatzes. Foto: Yannick Hupfer
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1997 sollte Uehlfelds Ortskern wiederbelebt werden. 2020 wurde er es. Ende der 1990er Jahre entwickelten Studenten der Universität Würzburg ein Konzept, um eine gute Nahversorgung zu garantieren. Ein ganz ähnliches Projekt hat die Gemeinde nun verwirklicht: Ein neuer Regionalmarktplatz entstand. Am Montag wurde er eröffnet. Nachdem die Gemeinde den ehemaligen Rewe-Markt in der Ortsmitte abgerissen hatte, entstand Brachland von rund 8000 Quadratmetern Größe.

Die Wiesen am Ortsrand werden betoniert, der Ortskern wird leerer. So ist das in vielen Gemeinden. Der Discounter Norma hat es in Uehlfeld anders gemacht. Sie bauten auf dem Areal nicht nur eine eigene Filiale, sondern auch Gebäude für die Bäckerei Merkel und das Lottogeschäft - und rund 70 Parkplätze, die auch außerhalb der Öffnungszeiten genutzt werden können. "Langfristig gesehen wird es nichts Besseres geben als solche Flächen", erklärte Gerhard Merkel, Inhaber der Bäckerei aus Ipsheim.

In das Haus der ehemaligen Metzgerei Rössner soll im Untergeschoss mit einem angrenzenden Bau ebenfalls ein Händler einziehen. "Wir brauchen aber noch etwa drei Monate", erklärt Inhaber Lothar Güßregen. Er könnte sich ein Orthopädiegeschäft oder einen Optiker vorstellen. Ebenso noch im Bau ist der Fußgängerweg, der quer durch das Gelände verläuft und die Uehlfelder zu Fuß zu ihrer neuen Einkaufsmöglichkeit leiten soll. In zwei Monaten soll der Weg fertig sein. "Dann machen wir eine richtige Einweihung", erklärte am Montag Bürgermeister Werner Stöcker (CSU).

Die Pläne des Discounters gefielen aber längst nicht jedem in Uehlfeld. Noch vor Baubeginn gab es Probleme. Das Landratsamt forderte ein erweitertes Lärmgutachten, erst dann würden sie die Baugenehmigung erteilen. Von der Gemeinde allerdings wurde zunächst nur ein Gutachten für die Norma vorgelegt, nicht für den gesamten Regionalmarktplatz. "Es war richtig, da noch einmal die Zähne zusammenzubeißen", sagt Stöcker heute. Die Formalien wurden nachgereicht, die Schaufel in die Hand genommen. Es konnte gebaut werden.

Und das mit Hochdruck. Bereits im Dezember stand der Rohbau und das Dach war schon auf der Norma-Filiale. Einzig der Frost hätte die Außenarbeiten verzögern können, aber auch davon wurde der Discounter weitestgehend verschont. In den vergangenen Wochen verirrten sich immer wieder Kunden in den noch unfertigen Supermarkt, berichtet Verkaufsleiter Jörg Hueber: "Wir wurden heiß erwartet." Tatsächlich war am Eröffnungstag am Montag der Parkplatz beinahe voll belegt. "Es ist wie jede andere Norma auch", urteilte Kundin Irene Abeln - zumindest von Innen. Sie kommt nicht aus Uehlfeld, findet dennoch das Konzept im Ortskern gut. Ebenso wie Hans Stöcklein, der aber die Einfahrt kritisch sieht. Aus Neustadt kommend muss man links auf Höhe der Sparkasse in das Gelände einfahren. Da keine Abbiegespur vorhanden ist, staut es sich schnell.

"Das Projekt hat viel Akzeptanz in der Bevölkerung", sagte Werner Stöcker sichtlich begeistert. Für ihn war es am Montag ein schöner Augenblick, den fertigen Markt zu sehen. Und in Uehlfelds Ortskern zieht wieder ein Stück mehr Leben ein.

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