Mittlerweile ist es schon Tradition: Zwischen Weihnachten und Neujahr findet jedes Jahr die Höchstadter Rocknacht statt. Und heuer wurde sie sogar volljährig.

Dementsprechend heiß ging es am Samstagabend zu, als wieder drei Bands auf der Bühne in der Fortuna Kulturfabrik standen. Dabei verfolgen die Veranstalter, die Musiggfabrigg, ein stetiges Konzept: Zuerst spielt eine Jugendband, dann eine bekannte Gruppe, bevor zum Abschluss eine Formation der Musiggfabrigg selbst auftreten soll. Letzteres hat aus zeitlichen Gründen allerdings bisher noch nicht geklappt.

Die "jungen Wilden"

Die Bands, die am Samstag ausgewählt wurden, wussten dennoch zu überzeugen. So machten On.Stage den Auftakt. "Das sind die jungen Wilden", beschreibt sie der Vorsitzende der Musiggfabrigg, Markus Moises. Bereits zum zweiten Mal waren sie auf der Rocknacht, haben sich von den jungen Küken aber mittlerweile zu einer erwachsenen Truppe entwickelt. Das merkten die Zuschauer an der Bühnenpräsenz, wenngleich die Band am Samstag auch neue, härtere Lieder vorgestellt hat.

Lieder von Nena

Im Gegensatz dazu traten Rockwärtz mit alten Rock-Klassikern auf. Auch Lieder von Nena waren dabei, bei denen das Publikum mitsang. Highlight des Abends war aber die Band Citizen X, die die härtere Gangart fuhr. Eine Band zwischen Rock und Metal, die überregional bekannt ist, mit einem Sänger, der wusste, wie man das Publikum zum Tanzen bringt.

Rund 350 Zuschauer waren gekommen, mehr als noch zu den vergangenen Rocknächten. Und so war es die letzte Veranstaltung für die Musiggfabrigg in einem Jahr, das erneut Rekordcharakter hatte. Denn der Terminkalender war voll: das 7-jährige Jubiläum, die Nacht der Kulturen mit dem Abschlussfeuerwerk, 5 nach 5 in der Weihnachtszeit und nicht zuletzt das Altstadtfest. Viele Veranstaltungen, die den Beteiligten Zeit und Kraft kosten.

Schaffenspause

"Wir werden heuer beim Altstadtfest aussetzen", erklärte am Samstag Vorsitzender Moises. Dann könnten die Familien auch wieder in den Sommerurlaub fliegen und die Musiker eine künstlerische Schaffenspause einlegen, wie Zweiter Vorsitzender Michael Nitsche meint. Doch man habe auch neue Ideen: "Wir haben noch nicht alle Lokalitäten hier lokal bespielt", sagt Nitsche mit einem Augenzwinkern. Genaueres möchten sie aber noch nicht verraten.

Es gibt neue Ideen

Ein Problemthema bleibt allerdings. Immer noch wurde kein passender Proberaum für die Musiggfabrigg gefunden. Darunter würde vor allem auch die Jugendformation leiden, die Youngstars, denn sie teilen sich aktuell einen Raum. Doch wer weiß, welche Ideen die Musiker für 2019 noch so haben.