Not macht erfinderisch: Die Krippenfreunde Herzogenaurach präsentieren ihre Ausstellung in diesem Jahr in Schaufenstern von Geschäften in der Innenstadt.
In Corona-Zeiten ist vieles anders. Auch die Krippenfreunde Herzogenaurach müssen mit ihrer alljährlichen Krippenausstellung andere Wege gehen: Statt in der Krypta der Marienkapelle sind die Krippen in Schaufenstern von Geschäften in der Innenstadt zu finden.
Kastenkrippe und Gasthaus
Im ehemaligen Grumann-Geschäft in der Reytherstraße sind zwei Schaufenster bestückt. Bewundert werden kann zum einen eine Kastenkrippe von Manfred Lukasch, zum anderen eine Krippe von Wolfgang Seitz.
Für sein Gasthaus "Zum Stern" hat Seitz sich beim Bau dieser Krippe das Schulters-Anwesen in der Hinteren Gasse 1 zum Vorbild genommen und zum Wirtshaus "umfunktioniert". Die Figuren hat Seitz selbst aus Ton angefertigt, für deren Bekleidung zeichneten seine Frau und seine Schwägerin verantwortlich.
Krippenfreunde nahmen Maß
Der Inhaber von Optik-Wagner in der Hauptstraße, Jürgen Bitter, hatte den Aufruf der Krippenfreunde in der Zeitung gelesen und war mit seiner Frau sofort dafür, eines seiner Schaufenster mit einer Krippe zu schmücken.
Der Transfer verlief unproblematisch: Zwei Mitglieder der Krippenfreunde kamen bei Bitter im Geschäft vorbei und nahmen Maß, welche Größe die Krippe haben kann, die in dem Schaufenster platziert werden durfte, und stellten die Krippe auf.
Die orientalische Krippe strahlt südländisches Lebensgefühl aus. Die Familie Bitter sorgte anschließend für die weihnachtliche "Einrahmung" dieser Darstellung.
Orientalische Kastenkrippe
Eine weitere Krippe befindet sich in der Sonnenapotheke in der Hauptstraße. Inhaber Armin Welker hat Kontakt zum Vorsitzenden der Krippenfreunde, Hans Schmitt, und war daher sofort bereit, das Schaufenster mit einer Krippendarstellung zu versehen.
Ausgewählt wurde eine Kastenkrippe im orientalischen Stil; die Geburtsszene ist in eine Höhle eingefügt.
Nahezu jede Stilrichtung
Auch andere Schaufenstern sind mit Krippen bestückt. Von einer modernen Version über eine Wurzelkrippe und eine alpenländische Krippe ist nahezu jede Stilrichtung bei der Ausstellung vertreten.