Beim Neubau der Kindertagesstätte im Baugebiet Reihenzach wird es ernst: Bereits seit Juni ist die Firma Raab aus Ebensfeld mit den Erschließungsarbeiten für Strom, Wasser, Fernwärme und Media zugange. Gleichzeitig wird dort für das Baugebiet vorgearbeitet, das später mal an die Kindertagesstätte angrenzen wird.

Das Besondere hierbei ist, dass beide Projekte getrennt voneinander ausgeschrieben wurden und die Firma Raab beide Aufträge an Land ziehen konnte. Vor etwa vier Wochen begannen die Kanal- und Gründungsarbeiten für die Kita. Dabei werden über 125 Meter Stahlbetonrohr im Erdreich verlegt, die als Wärmetauscher für Frischluftansaugung dienen und somit eine passive Vorkühlung im Sommer ermöglichen.

Kita-Neubau im baugebiet Reihenzach: Modulbauweise hat einige Vorteile

"Das Projekt ist für die Stadt die erste Modulbauweise in dieser Größenordnung", sagte Bürgermeister German Hacker (SPD) bei einer Begehung der Baustelle. "Wir haben uns dafür entschieden, weil es am schnellsten geht und in Sachen Lebensdauer und Qualität locker mit klassischer Beton- oder Mauerbauweise mithalten kann." Die ersten Fertigbauelemente sollen im September aufgestellt werden.

"Dabei arbeiten wir mit drei Bauabschnitten: Kindergarten, Eingangsbauwerk und Kinderkrippe", erklärt Hannes Lugschi, Bauleiter des Projektes. "Das bringt extreme Zeiteffizienz mit sich, weil wir im Bauabschnitt Kindergarten schon Module aufstellen können, während im zweiten Bauabschnitt noch am Fundament gearbeitet wird." Diese Vorgehensweise werde durch die hufeisenförmige Aufteilung des Gebäudes möglich. Im Februar 2021 soll die neue Kita bereit zum Einzug sein.

Doch dann beginnt eine organisatorische Herausforderung, für die die Stadt aber eine Lösung gefunden hat: Da auch in Niederndorf und im Lohhof-Gebiet die Kitas neugebaut bzw. saniert werden, dient das neue Gebäude erst übergangsweise als Baustellenauslagerung für die anderen Kindertagesstätten. Somit müssen keine Gruppen in Container ausgelagert werden.

Kitas tauschen Gebäude untereinander während der Sanierung

Die neue Kita St. Josef wird bereits ab September organisatorisch starten, und zwar in den Räumen der Kita Haundorf. Sobald das Holzmodulhaus fertig ist, wird St. Josef dort unterkommen, bevor die Kita dann 2022/2023 in ihr neues Heim in Niederndorf einziehen kann.

Daraufhin wird das Haus im Baugebiet Reihenzach die Gruppen der Martin-Luther-Kita beherbergen, solange deren Hauptgebäude saniert wird. Gleichzeitig soll auch der Start der neuen Kita Montessori II geschehen, für die das neue Gebäude ja ursprünglich errichtet wird. Diese neue Kindertagesstätte wird mit drei Kindergarten- und vier Krippengruppen 130 neue Kita-Plätze in Herzogenaurach schaffen.