Ist Erlangen zu laut? Diese Frage stellt sich auch nun die Stadtverwaltung. Wie die Stadt Erlangen auf Twitter mitteilt, sind nun die Meinungen der Einwohner gefragt. Die Erlanger sind aufgefordert, die Lärmreduzierung im Stadtgebiet aktiv mitzugestalten.

Wie die Stadt auf ihrer Website erklärt, muss in Ballungsräumen ab 100.000 Einwohnern alle fünf Jahre die jeweilige Lärmsituation ermittelt und auf Karten dargestellt werden. Das Landesamt für Umwelt hat hierzu 2017 zuletzt Lärmkarten für die Stadt Erlangen erstellt, die auch online im Umwelt-Atlas Bayern zugänglich sind und als Grundlage für die Lärmaktionsplanung dienen.

Umgebungslärm in Erlangen soll abnehmen

Der Umgebungslärm soll durch die Karten und Lärmaktionsplanung nun verhindert beziehungsweise reduziert werden. Die Stadt schreibt in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und Systeme (IVAS) den Lärmaktionsplan für 2020 fort. Dort werden Richtlinien und Maßnahmen festgelegt, die die Auswirkungen des Umgebungslärms auf die Bürger verringern sollen.

Als Umgebungslärm zählt gesetzlich Lärm, der verursacht wird durch:

  • Straßenverkehr
  • Eisenbahnverkehr
  • Flugverkehr
  • Häfen
  • bestimmte gewerbliche Betriebe

Online-Befragung soll Lärmbelästigung erfassen

Für die einzelnen Lärmarten sind im Normalfall unterschiedliche Behörden zuständig. Die Stadt Erlangen erstellt nun den Lärmaktionsplan für den Straßenverkehr, Autobahnen sind hierbei ausgenommen. Daran sollen die Einwohner Erlangens jetzt direkt beteiligt werden.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgt im ersten Schritt durch eine Umfrage. Vom 29. Juni 2020 bis zum 26. Juli 2020 haben die Stadtbewohner die Möglichkeit, an einer Online-Befragung zum Verkehrslärm teilzunehmen.

Die Umfrage erfasst aufgrund der ungefähren Angabe der Wohnlage sowohl allgemeine Einschätzungen zur Lärmbelästigung, Meinungen zu bestimmten Maßnahmen zur Lärmreduzierung, eigene Vorschläge als auch persönliche Einschätzungen.

Die aus dem Fragebogen hervorgehenden Hinweise werden erfasst, ausgewertet und nach Möglichkeit in der weiteren Lärmaktionsplanung berücksichtigt. Für das Verständnis wird parallel die fachliche Analyse der Lärmsituation öffentlich zur Verfügung gestellt. Die Stadt Erlangen verweist in ihrem Tweet auf ihre Website, auf der die Umfrage und weiterführende Links zu finden sind:

Die aktuelle Rassismus-Debatte bringt die Gemüter zum Kochen. Das zeigen auch die Ausschreitungen in Stuttgart. Ein CSU-Politiker aus Erlangen hat sich mit zweifelhaften Beschuldigungen zu den Vorfällen geäußert und ausführliche Kritik von einem Journalisten erhalten.