Höchstadt befindet sich im totalen Ausnahmezustand! Am Samstag, dem Haupttag des Altstadtfests, bebte die Innenstadt. Gutes Wetter und angenehme Temperaturen trugen vordem großen Regen am Sonntag dazu bei, dass das Höchstadter Fest einen Zuspruch wie nie zuvor erlebte. Großen Anteil daran hatten die Musikgruppen und Bands, die auf der Flaniermeile vom "Töpfla" bis zum Schlosshof die Szene beherrschten. Herausragend war dabei die "Musiggfabrigg", die am Marktplatz ihrem Publikum schon ab 20 Uhr einheizte.

Wer die Hobbymusiker bei ihrer Premiere im letzten Jahr verpasst hatte, wollte offensichtlich in diesem Jahr unbedingt dabei sein. Hat es sich doch herumgesprochen, dass die 30 Jungs für ein echtes Musikerlebnis gut sind. Allesamt aus Höchstadt und der näheren Umgebung, sorgten die Lokalmatadore wieder für überbordende Stimmung.
Rock, Soul und Blues auf Gitarren, Drums, Blasinstrumenten, ja sogar Mundharmonika und Geige, ließen zusammen mit Gesang und Spaßelementen Arrangements entstehen, die das "Alleinstellungsmerkmal" für sich in Anspruch nehmen können.

In ständig wechselnden Formationen spielend, wurde die "Musiggfabrigg" aus einer echten Superidee geboren. Noch dazu hatten die Akteure für diesen Höchstadt-Abend ein Treffen mit ehemaligen Schulkollegen angeregt.
Schon am frühen Abend gab es rund um den Marktplatz kaum noch ein Durchkommen. Für Sicherheitskräfte und Bodyguards, die den hochkarätigen Besuch des CSU-Ortsverbands begleiteten, kein ganz leichter Job. Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, schlängelte sich zusammen mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und der gesamten CSU-Riege durch die Menge vom Schlossberg zum Rathaus.

Es war einfach eine Wahnsinnsnacht, lautete der Tenor der Besucher. Schlosshof und Schlossberg waren bereits bei der Gruppe "FBG" - eine Abkürzung, die mit "Freibiergesichter" übersetzt wurde - gut besucht. "Revolver", die Band, die danach von der Bühne Besitz ergriff, konnte auf ihr eigenes, eingeschworenes Publikum setzen. Das war - wie die Musiker selbst - den Zwanzigern und Dreißigern zwar bereits entwachsen, brachte dafür aber viel Begeisterung fürs Tanzen mit. Im Schlosshof war dafür auf jeden Fall mehr Platz war als auf dem Marktplatz.
Aber es gab auch ruhigere Ecken in der Altstadt! In der Brauhausgasse konnte man sich bei einem Glas Bier oder Wein sogar noch unterhalten. Und im "Kuhstall" ließen die Organisatoren vom Heimatverein die Zeit für sich arbeiten.

Dort kommt man am späten Abend auf einen Absacker vorbei, wie Vorsitzender Georg Römer hören ließ. Gruppen bildeten sich überall dort, wo es zu essen und zu trinken gab.
Lange Schlangen waren an den Ständen des Ski-Clubs zu beobachten mit seinen Bratwürsten, beim Roten Kreuz und beim Fischereiverein, als dessen Renner Karpfenchips über die Theke gingen.