Gleich zweimal mussten Polizei und Feuerwehr in der Nacht von Mittwoch (09. Dezember 2020) auf Donnerstag (10. Dezember 2020) in Höchstadt an der Aisch zu einer Gemeinschaftsunterkunft ausrücken. Dort wurden laut ersten Erkenntnissen vorsätzlich Brände gelegt, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtet. 

Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wählte gegen 00.45 Uhr den Notruf. In der Gemeinschaftsküche im ersten Obergeschoss qualmte es. Als die Einsatzkräfte ankamen, war das Feuer allerdings schon durch einen weiteren Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes gelöscht worden. 

Kripo geht von zweifacher Brandstiftung aus

Aufgrund des starken Qualmes mussten dennoch alle 106 Bewohner das Gebäude verlassen, bis die entsprechenden Räume durchlüftet waren. Einer der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. 

Die Einsatzkräfte rückten ab - doch schon wenige Minuten später wurden sie erneut zu der Gemeinschaftsunterkunft gerufen. In einem Zimmer brannte nun ein Mülleimer. Auch dieser konnte durch den Sicherheitsdienst gelöscht werden. Weitere Maßnahmen seien nicht nötig gewesen, wie die Polizei schreibt. 

Der angerichtete Schaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro. Neben dem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wurde eine weitere Person leicht verletzt. Die Kriminalpolizei Erlangen geht aktuell von Brandstiftung aus und hat die Ermittlungen übernommen. 

26-Jähriger stark betrunken: Hat er die Brände gelegt?

Im Rahmen der Einsätze wurde ein 26-Jähriger, der stark betrunken war, festgenommen. Er störte permanent Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit und zeigte sich uneinsichtig. Zudem benahm er sich psychisch auffällig, weshalb er in eine entsprechende Fachklinik gebracht wurde. Ob er mit den Bränden in Verbindung steht, ist derzeit noch nicht bekannt.