Es sind um die zehn Paare mit gut und gerne 25 Jungstörchen, die in diesem Sommer die Aurachstadt bevölkern und Herzogenaurach damit zu einer Stadt der Störche machen. Die Passanten nehmen oft und gerne Anteil und schauen Meister Adebar und seinem Nachwuchs gerne zu, wenn die ersten Flugübungen gemacht werden und die Jungen bald zu den ersten Ausflügen aufbrechen. Zu wahren Stars ist die Familie auf dem Kamin der ehemaligen Fabrik Wirth an der Schütt geworden.

Den aufmerksamen Betrachtern entgeht aber ebenso wenig, dass nicht alle Bemühungen von Erfolg gekrönt waren. Bestes Beispiel hierfür: Die beiden Elterntiere, die ebenso emsig wie erfolglos versucht haben, auf dem Polizeigebäude einen Horst zu bauen. Die Bürger haben regelrecht mitgefiebert, und selbst ein kleines Gewinnspiel wurde gestartet. Da ging es darum, die richtigen Namen für das Paar zu finden. Die Störche wurden, nach dem Vorschlag von Kindern, schließlich Emil und Polly getauft, der Ehemann hätte aber auch Joachim heißen können, nach dem obersten Dienstherren der Polizei. Diese Idee hatten Nachbarn am Kreisverkehr, die Meister Adebar und seiner Gattin stets die Daumen drückten, dass sein Gelingen doch noch Früchte tragen möge.

Genutzt hat's leider nichts, aus dem Brutgeschäft wurde nichts. Immer wieder fielen die Zweige vom Dach und lagen am Boden, denn es fehlte schlicht an Verankerungen. Am Samstag ist der "Horst" mit Einsatz der Feuerwehr-Drehleiter dann beseitigt worden.