Der im mittelfränkischen Herzogenaurach (Landkreis Erlangen-Höchstadt) beheimate Autozulieferer Schaeffler setzt künftig auf grünen Strom aus Windkraft. Wie das Unternehmen am Freitag (20. Januar 2023) in einer Pressemitteilung bekannt gab, werde Schaeffler langfristig Strom aus Windkraftanlagen von der Statkraft Markets GmbH beziehen, einem "international führenden Erzeuger" im Bereich der erneuerbaren Energien.

Die im Oktober 2022 in Betrieb genommenen Anlagen im hessischen Staufenberg (Landkreis Gießen) würden für fünf Jahre Grünstrom mit einer Gesamtleistung von rund 18 Megawatt bereitstellen. Bereits seit 2020 stammen dem Automobilzulieferer zufolge 100 Prozent des zugekauften Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Quellen.

Herzogenaurach: Autozulieferer Schaeffler will durch Grünstrom unabhängiger werden

Ab 2024 werde das Power Purchase Agreement (PPA) mit Statkraft perspektivisch acht Prozent des Elektrizitätsbedarfs von Schaeffler in Deutschland abdecken. Bereits im September schloss Schaeffler ein PPA mit Statkraft und bezieht seit Jahresbeginn elf Prozent seines Strombedarfs in Deutschland aus zwei Photovoltaik-Parks. Zudem erwarb Schaeffler im Dezember 2022 einen Photovoltaik-Park von der BayWa r.e. AG im fränkischen Kammerstein (Landkreis Roth) mit einer Gesamtleistung von 9,9 Megawatt Peak.

"Als Unternehmen mit vielen Produktionsstandorten erhöht Schaeffler durch Power Purchase Agreements mit verlässlichen Partnern wie Statkraft die Planungssicherheit bei der Grünstrom-Beschaffung und macht sich damit unabhängiger vom volatilen Strommarkt", wird Andreas Schick, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf der Schaeffler AG, in der Mitteilung zitiert. "Mit Kooperationen und unseren eigenen Nachhaltigkeitsaktivitäten stärken wir das Produktionsnetzwerk von Schaeffler langfristig und belegen unser Commitment, eine klimaneutrale Produktion bis 2030 zu erreichen."

Das Thema Nachhaltigkeit sei für die Schaeffler Gruppe von übergeordneter Bedeutung und zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie Roadmap 2025, erklärt der Automobil- und Industriezulieferer. Bis 2040 werde die Unternehmensgruppe für die eigene Produktion und die Lieferkette Klimaneutralität erreicht haben. Die Vereinbarung zum Direktbezug von Windkraft-Strom von Statkraft ergänze das bisherige Maßnahmenportfolio im Fokusthema erneuerbare Energien "optimal", heißt es.

Schaeffler will eigene Erzeugung von erneuerbaren Energien an mehreren Standorten ausbauen

Alle europäischen Produktionsstandorte beziehen demnach seit 2021 und alle chinesischen Standorte seit 2022 ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen. Zusätzlich baue Schaeffler die eigene Erzeugung von erneuerbaren Energien an mehreren Standorten aus, erklärt das Herzogenauracher Unternehmen. "Ab 2024 wird Schaeffler für fünf Jahre Strom aus Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 18 Megawatt beziehen", teilt der fränkische Zulieferer mit. 

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