Es brennt. Diesmal nur ein präparierter Holzstoß vor dem Feuerwehrhaus. Hoch lodern die Flammen auf. Eine Sirene ertönt und ein Feuerwehrauto fährt vor. Die Mannschaft des neuen Hemhofener Löschfahrzeugs LF 20 zeigt, wie sie dem Feuer Herr wird.
Die Männer rollen die Schläuche samt einem modernen knallgelben Schlauchpaket aus. "Das ist handlich, wenn wir in Gebäuden löschen müssen", klärt der Moderator, Zweiter Kommandant Harald Noss, die Zuschauer auf. Der Mann am Strahlrohr schickt Wasser auf den Boden ringsum und in die Luft. "Zuerst kühlen wir das Umfeld, damit die Atemschutzträger so unmittelbaren Zugriff auf den Brandherd bekommen. Das Vorbereiten dauert im Ernstfall 70 Sekunden. Die Kollegen machen nur so langsam, damit ich mit dem Reden hinterherkomme", fügt er an.


100 Liter Wasser pro Minute

Es ist wirklich Minutensache, bis nurmehr weißer Rauch aufsteigt, der anzeigt, dass das Feuer unter Kontrolle ist. 100 Liter Wasser in der Minute sind geflossen. "Im Tank sind 2000 Liter. Wir könnten also 20 Minuten ohne Anschluss an einen Hydranten arbeiten."
Einsatz beendet. Nicht einmal der Blumenschmuck am Auto von der Weihe zuvor hat Schaden gelitten. Mit diesem Tag der offenen Tür hat die Hemhofner Wehr ihr LF 20 (die 20 steht für die 2000 Liter Tankfüllung) in Betrieb genommen. 380 000 Euro hat es gekostet. "Der Anteil der Gemeinde liegt bei etwa 300 000 Euro", berichtet Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU). 8000 Euro hat der Feuerwehrverein für zusätzliche Innenausstattung dazugelegt. Das Vorgängerfahrzeug, so Nagel, war seiner Erinnerung nach 30, wenn nicht gar 40 Jahre im Einsatz.


Für die gemeinsame Wehr

Noch in der vergangenen Ratsperiode war der Kauf des Ersatzfahrzeugs beschlossen worden. Im Juli 2014 brachte der neue Rat die Ausschreibung auf den Weg. Und früher als erwartet wurde schon im April das Fahrzeug ausgeliefert. Es trägt die Aufschrift "Feuerwehr Gemeinde Hemhofen", weil ab 2017 die Hemhofener und die Zeckerner Wehr ein gemeinsames Gebäude am Bauhofgelände beziehen werden. Die Feuerwehr nutzte den Tag mit vielen Besuchern auch dazu, langjährige Mitglieder zu ehren.

50 Jahre Rudi Kaul

40 Jahre Anton Beucher, Dittmar Moshack, Herbert Müller, Karl Nagel, Ludwig Nagel, Willy Scholz und Thomas Süß

25 Jahre Jutta und Harald Gruhl, Harald Ebert und Wolfgang König