Wo ist hier eigentlich der Haupteingang?, fragen sich immer wieder Menschen, die in die Fortuna Kulturfabrik wollen. Sie werden sich bald leichter tun, wenn ihnen ein sieben mal fünf Meter großes Vordach aus Glas den Weg weist.

Die Gestaltung der Außenanlagen und des Innenhofs des Höchstadter Kulturzentrums geht in die letzte Phase. In seiner Sitzung am Montagabend segnete der Stadtrat die Pläne von Architekt Fritz Wiesneth und Landschaftsplanerin Kathrin Nißlein ab. Dazu gehört auch das gläserne Vordach, das nicht nur den Eingangscharakter unterstreichen, sondern Besucher - und Raucher - auch vor Regen schützen soll.

Die Kosten für das Vordach auf Stahlstützen sind auf 50 000 Euro veranschlagt. Zu viel für Günter Schulz (SPD) und Franz Rabl (CSU). Sie sorgten für die einzigen beiden Gegenstimmen beim Thema Eingangsüberdachung.

War aus den Reihen der CSU kürzlich noch Kritik gekommen, dass es beim Ausbau des Heizhauses zu langsam vorangehe, warf der scheidende Fraktionssprecher Michael Schwägerl die Frage auf, "warum jetzt die Eile?".

Damit bezog er sich auf den Vorschlag der Verwaltung, Bürgermeister Gerald Brehm (JL) zu ermächtigen, die Aufträge für die anstehenden Gewerke Innen- und Außenputz, Trockenbauarbeiten und Fenster eigenhändig an den wirtschaftlich günstigsten Bieter zu vergeben. Schwägerl und Günter Schulz schlugen vor, die Vergabesummen zu deckeln. Der Rat beschloss daraufhin einstimmig, dass der Bürgermeister die Aufträge vergeben kann, solange sie nicht mehr als 20 Prozent über der Kostenschätzung liegen. Damit könne er leben, meinte Brehm.

Der die Sicht behindernde Metallbügel auf der Galerie im Kultursaal der Fortuna soll wenn möglich verschwinden. Der Rat beschloss, die bestehende Verglasung für 1800 Euro einer speziellen Prüfung zu unterziehen die ermitteln soll, ob das Glas nicht auch ohne Bügel hält.