"Das Wesen der Bergkirchweih" wird vorerst nicht gefällt - Bäume in Erlangen bleiben stehen

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In Erlangen sollen die Bäume am „Berg“-Westausgang vorerst nicht gefällt werden. Man sei sich einig, dass die Bäume auf dem Gelände "das Wesen der Bergkirchweih" seien.

In einem Gespräch zwischen Mitgliedern der Bürgerinitiative "Bergbäume retten – mit Sicherheit" (BI) und der Stadt, kam es "nach intensiver Erörterung des Themas Westausgang Bergkirchweihgelände / Baumfällungen" zu einer einvernehmlichen Lösung. Demnach würden die vier Bäume am Westausgang des Bergkirchweihgeländes – wenn überhaupt nötig – frühestens ab Oktober 2022 gefällt werden, erklärt die Stadt Erlangen.

Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) habe geäußert, dass man in den Zielen, konkret mit der Erhaltung des einmaligen Ambientes aus Felsenkellern und Laubbäumen auf der einen Seite und der sicheren Durchführung der Bergkirchweih auf der anderen Seite, nicht weit voneinander entfernt sei.

"Dass die Fluchtwege sicher und ausreichend dimensioniert sein müssen, ist ebenso wichtig wie die Erreichbarkeit des Geländes und der angrenzenden Wohnhäuser durch die Feuerwehr", so Janik. Einig sei man sich aber auch, dass die Bäume auf dem Gelände "das Wesen der Bergkirchweih" seien.

In einem ersten Schritt beabsichtige die Verwaltung, zunächst die vorgeschlagenen Alternativen für eine gesicherte Entfluchtung zu prüfen und zu bewerten. Diese Ergebnisse würden mit der BI besprochen und danach bei der weiteren Planung berücksichtigt. In diesem zweiten Schritt würden dann auch die weiteren Vorschläge geprüft und mit einem möglichen Baumerhalt abgeglichen.

Die von der BI gesammelten Unterschriften für ein Bürgerbegehren – nach BI-Angaben handle es sich um rund 7000 – würden vorerst nicht eingereicht. Nachdem jetzt ein aus Sicht der Stadt "konstruktiver Austausch" stattfinde, könnten die Kosten für ein Bürgerbegehren besser in die Prüfung der vorgeschlagenen Alternativen investiert werden, heißt es.

"Dennoch behalten wir uns vor, die Unterschriften einzureichen, falls der Prozess ins Stocken gerät. Nun müssen Taten folgen", heißt es laut Stadt von der Bürgerinitiative.

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