Hommelhoff will die Teilchenbeschleuniger aber noch kompakter machen: Gemeinsam mit Robert Byer aus Stanford arbeiten der Physiker und sein Team daran, einen Elektronen-Teilchenbeschleuniger zu entwickeln, der nur noch die Größe eines Mikrochips hat.
Dieses „Accelerator on a Chip International Program (ACHIP)“ ist von der Gordon and Betty Moore Foundation seit 2015 mit fast 20 Millionen Dollar gefördert worden. Das Forschungsteam strebt eine Verringerung der Größe gängiger Teilchenbeschleuniger um den Faktor 100 an – klinische Beschleuniger könnten so etwa einen Zentimeter klein werden.
Für seine herausragende Forschung erhielt Peter Hommelhoff übrigens bereits zwei der prestigeträchtigen Grants des Europäischen Forschungsrates (ERC): 2014 den Consolidator Grant und 2020 den Advanced Grant.
Neben seiner Forschung zeichnet Peter Hommelhoff sein Netzwerk in die ganze Welt aus – er hat zahlreiche enge Kontakte in die USA sowie nach Dänemark, Frankreich, Holland, Israel, Italien, Japan, Österreich, Polen, Spanien, Schweden und die Tschechische Republik. Das spiegelt sich in seinem Team an der FAU wider: Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus der ganzen Welt, was einmal mehr zeigt, wie attraktiv seine Arbeitsgruppe für aufstrebende Nachwuchskräfte ist.
Zudem versucht er, mehr Wissenschaftlerinnen für die Physik zu gewinnen, indem er sie gezielt fördert. Entsprechend ist er im FAU-weiten ARIADNE-Förderprogramm für junge Wissenschaftlerinnen seit Jahren aktiv und betreut dort als fachfremder Mentor Doktorandinnen.
Prof. Dr. Peter Hommelhoff leitet seit 2012 den Lehrstuhl für Laserphysik an der FAU. Im Jahr 2020 erhielt er einen mit 2,5 Millionen dotierten ERC Advanced Grant zur Entwicklung von kleinsten Teilchenbeschleuniger mithilfe von nanophotonischen Chips. Bereits 2014 hatte er einen ERC Consolidator Grant an die FAU geholt, mit dem er die Wechselwirkung von Licht mit Festkörpern wie scharfen Metallspitzen oder auch Graphen untersuchte.
Von 2003 bis 2007 war Hommelhoff als Postdoc in Stanford, ab 2008 leitet er eine Max-Planck-Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching, bevor er an die FAU kam. Von 2012 bis 2018 war er assoziiertes Mitglied des Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, Erlangen, seit 2018 ist er dort Fellow. Seit 2018 ist er auch Mitglied des Vorstandsrats der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Hommelhoff gilt nicht nur als herausragender Wissenschaftler, sondern auch in der Lehre sticht er hervor. So wurde er 2017 mit dem „Preis für gute Lehre“ für die Vorlesungen Experimentalphysik 1 und 2 vom Department Physik der FAU ausgezeichnet.
Peter Hommelhoff ist bereits der/die siebte FAU-Forscher/in, der/die mit diesem prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet worden ist. Erst 2018 erhielt ihn die Amerikanistin Prof. Dr. Heike Paul. Die weiteren FAU-Leibniz-Preisträger/innen finden Sie hier: https://www.fau.de/research/ausgezeichnete-einzelforschung/gottfried-wilhelm-leibniz-preis/
Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird jährlich verliehen und ist der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland. Pro Jahr können bis zu zehn Preise mit einer Summe von jeweils 2,5 Millionen Euro verliehen werden.
Ziel des Leibniz-Programms ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Forscherinnen und Forscher zu erleichtern.
Die Förderung wird nur auf Vorschlag Dritter gewährt. Die Entscheidung über die Preisträger/-innen trifft der Hauptausschuss aufgrund einer Empfehlung eines Auswahlausschusses. Beim diesjährigen Verfahren wurden 134 Bewerbungen eingereicht, aus denen das Gremium 10 Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt hat.