• Viele verpassen oder verschieben ihre Zweitimpfung gegen Corona
  • Gründe machen Mitarbeiter häufig "sprachlos".
  • OB aus Erlangen erklärt, warum dies für Impfzentren ein großes Problem darstellt.

Aktuell versuchen viele Deutsche ihren Zweittermin für die Corona-Impfung zu verschieben. Die Gründe dafür würden häufig "sprachlos machen" wie ein Sprecher der Stadt Weiden gegenüber dem BR mitteilt. Der Oberbürgermeister der Stadt Erlangen Florian Janik(SPD) hat am Montag (10.05.2021) in einem Facebook-Post erklärt, warum eine Verschiebung des Zweittermins "aus guten Gründen" nicht möglich sei.

OB Erlangen: Verschiebung von Corona-Zweitimpfung ist größeres logistisches Problem

Laut Florian Janik sind solche Verschiebungen nicht vorgesehen und "grundsätzlich auch telefonisch nicht möglich". Die Mitarbeiter können solche Verschiebungen nur aus dringenden und unaufschiebbaren medizinischen oder beruflichen Gründen durchführen. 

Dafür werde allerdings ein Attest beziehungsweise eine Bestätigung des Arbeitgebers benötigt. Doch warum ist das so? Janik erklärt, dass es sich bei Verschiebung eines Zweitimpftermins um keine einfache Terminänderung in der EDV handelt, sondern um ein größeres logistisches Problem. Denn: Die Termine der Zweitimpfungen würden 1:1 zu den Erstimpfungen gespiegelt und der Impfstoff entsprechend disponiert.

Wenn bei rund 1.000 Impfungen am Tag nur 5 Prozent ihren Termin nicht wahrnehmen, blieben 50 Impfdosen an diesem Tag übrig, die noch verfallen könnten, so Janik. Um dies zu verhindern, müssen diese Plätze wieder belegt werden. Hierfür müssten dann wieder Bürger angerufen werden.

"Ich muss ein Haus auf Sylt bauen": Immer mehr Deutsche verschieben Zweitimpfung

Städte und Landkreise in Niederbayern und der Oberpfalz berichten, dass viele Menschen ihre Termine zur Corona-Zweitimpfung nicht einhalten. Die Sprecherin der Stadt Regensburg berichtet dem BR, dass es eine "irre Logistik" sei, neue Termine auszumachen.

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Gründe, wie Urlaubsplanung oder private Feiern, werden künftig nicht mehr akzeptiert. Diese Gründe, die "sprachlos machen" erlebt auch die Stadt Weiden in der Oberpfalz. Die Stadt fordert die Bürger, die einen Impftermin haben auf, diesen "Luxus" auch wahrzunehmen. Im Impfzentrum in München soll ein Mann als Begründung für seine Verschiebung gemeint haben: "Ich muss ein Haus auf Sylt bauen."

Im Raum Bamberg sind laut BR etwa 10 Prozent der Zweitimpfungen ausgefallen, weil sich Menschen einen Termin beim Hausarzt besorgen und sich dann nicht beim Impfportal abmelden. Andere Personen reagieren erst gar nicht auf ihre Impfvorschläge. 

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