Nachhaltige Stadtentwicklung: Projekt "Bauhofschulung" zur Schaffung artenreicher Grünflächen

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Erlangen: Projekt zur Schaffung artenreicher Grünflächen
Erlangen: Projekt zur Schaffung artenreicher Grünflächen
Jeyaratnam Caniceus/ Pixabay (Symbolfoto)

Im Kreis Erlangen-Höchstadt werden Kommunen im Rahmen des Projekts „Bauhofschulung“ dabei unterstützt, artenreiche Grünflächen im öffentlichen Raum zu schaffen.

"Es duftet, brummt und summt: Auf naturnahen Blühflächen ist immer etwas los. Sie bieten mit ihren Blüten nicht nur ein schönes Bild für das Auge, sondern auch ein reiches Angebot an Nahrung und Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten", so das Landratsamt Erlangen-Höchstadt in einer Pressemitteilung.

Um Biodiversität auf kommunalen Flächen im Landkreis Erlangen-Höchstadt zu fördern, biete der kreiseigene Gartenbau in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Biodiversitätsbeauftragten Schulungen für die Bauhöfe des Landkreises an. Diese führe die Freiraumplanerin Kerstin Gruber aus Neustadt an der Aisch durch.

Das Projekt „Bauhofschulung“ sei auf eineinhalb Jahre angelegt und wolle einen "nachhaltigen Beitrag zur Biodiverstität im Landkreis leisten".

Neun Kommunen aus dem Landkreis nähmen an dem Projekt des Landkreises teil: Adelsdorf, Bubenreuth, Großenseebach, Hemhofen, Lonnerstadt, Marloffstein, Oberreichenbach, Röttenbach und Wachenroth. Im Herbst 2021 seien die Flächen für das Projekt ausgewählt und das vorhandene Potential bewertet worden.

Im Frühjahr und im Herbst 2022 sollten dann auf artenarmen Grünflächen ausdauernde Wildblumenwiesen, -säume und -beete durch unterschiedliche Methoden entstehen. Dafür könne es "auch schon ausreichen, die laufende Pflege zu ändern, etwa seltener zu mähen oder Teilbereiche als Winterquartier für Insekten bis zum Frühjahr stehenzulassen".

Die Schulungsleitung begleite die Bauhöfe bei der Umwandlung der Flächen. Das theoretische und praktische Wissen werde vor Ort vermittelt. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bauhöfe legten an den kommunalen Flächen selbst naturnahe Blühflächen an.

Gemeinsam würden die Ansaaten oder Anpflanzungen in zeitlichen Abständen begutachtet, Fragen beantwortet und erforderliche Pflegemaßnahmen  ausgeführt. Das Projekt erfordere "Geduld, da naturnahe Flächen Zeit brauchen, um sich zu entwickeln":

„Ob Grün am Straßenrand, Spielplatzrasen, Gewässerränder, Brachflächen oder grüne Dächer – auch unscheinbare, vergessene Flächen lassen sich durch die richtige Bestandsbewertung und angepasste, maßgeschneiderte Pflege zu ökologisch wertvollen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen entwickeln“, so Schulungsleiterin Kerstin Gruber.