• E-Werk in Erlangen sagt alle Veranstaltungen ab - wegen verschärfter Corona-Bedingungen
  • Programm fällt ab Montag (29. November 2021) ins Wasser: Absagen bis Januar 2022
  • "Randvoller Eimer aus Enttäuschung, Niedergeschlagenheit, Verzweiflung und Wut"

Paukenschlag in Erlangen: Wie das E-Werk verkündet, werden ab kommenden Montag (29. November 2021) alle Veranstaltungen des Kulturzentrums abgesagt. "Eigentlich möchten wir für euch da sein", schreibt das Team in einem Facebook-Post. Unter den neuen Corona-Auflagen für den Kulturbetrieb scheine dies jedoch nicht mehr sinnvoll möglich. Die Folge: Das Programm fällt bis 9. Januar 2022 vorerst ins Wasser.

E-Werk in Erlangen verzweifelt: "Sehen keinen anderen Weg und beugen uns"

"Wir wollen den randvollen Eimer aus Enttäuschung, Niedergeschlagenheit und ja auch ein wenig Verzweiflung und Wut nicht über Euch ausschütten. Eigentlich möchten wir für Euch da sein und Euch mit gutem Kulturprogramm versorgen", schreibt das E-Werk auf Facebook. "Leider aber erscheint uns das unter den neuen Auflagen für den Kulturbetrieb in Bayern nicht mehr sinnvoll möglich, geschweige denn wirtschaftlich darstellbar."

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Die Auflagen für den Kulturbetrieb in Bayern sehen derzeit wie folgt aus: Party- und Clubveranstaltungen sind generell verboten. Veranstaltungen könnten mit 2G plus und zusätzlicher, durchgehender Maskenpflicht durchgeführt werden, allerdings nur mit einer Kapazitätsreduzierung auf maximal 25 Prozent. Diese Bedingungen "machen eine Aufrechterhaltung unseres Veranstaltungsbetriebs in geplanter Form unmöglich", erklärt das E-Werk.

"Mit besorgtem Blick auf steigende Inzidenzwerte und die Krisensituation in den Krankenhäusern sehen wir leider keinen anderen Weg und beugen uns", schließen die Betreiber aus der Situation und sagen alle Veranstaltungen bis auf Weiteres ab. Lediglich das Kino und die Fahrradwerkstatt blieben in Betrieb. Außerdem bleibe das Haus weiterhin für Gruppen und Initiativen offen, die sich regelmäßig im E-Werk treffen.

"The same procedure as last year, James!": Facebook-Nutzer nach E-Werk-Absage traurig

Das E-Werk-Team arbeite hinter den Kulissen fleißig weiter, müsse aber notgedrungen wieder in Kurzarbeit gehen. "Es wird gerade fleißig daran gearbeitet, von der Schließung betroffene Veranstaltungen zu verlegen. Außerdem planen wir weiter an unserem Programm für 2022 und werden sofort wieder am Start sein, wenn es eine Öffnungsperspektive gibt", versprechen die Betreiber. Um schnell wieder öffnen zu können, appelliert das E-Werk abschließend: "Seid weiter solidarisch und lieb zueinander und lasst euch bitte vor allen Dingen impfen."

Die Nutzer-Reaktionen auf den emotionalen Facebook-Post des Kulturzentrums sind ebenfalls geprägt von großer Enttäuschung: "Geil, wie letztes Jahr. Passend zum Geburtstag wird wieder alles dicht gemacht", klagt ein User. Ein anderer reagiert mit Humor: "The same procedure as last year, James!" Insgesamt zeigt die Community jedoch vor allem viel Verständnis für die Entscheidung: "Schade für euch im E-Werk, ich hoffe, wir sehen uns bald wieder!"

Während die Reaktionen diesmal vor allem von Frust, aber Mitgefühl geprägt sind, sahen die Kommentare vor einigen Wochen teilweise komplett anders aus. Damals hatte das Erlanger E-Werk freiwillig 2G eingeführt ein. Auf Facebook sorgte die neue Corona-Regel für eine hitzige Debatte.

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