Am Erlanger Bahnhof entsteht die fünfte und vorerst letzte Filiale von Bärenbrot. Geschäftsführer Daniel Bär erklärt, warum der Standort so wichtig ist – und weshalb es auch dort keinen Kaffee geben wird.
Am Bahnhofplatz 6 in Erlangen eröffnet eine neue Filiale der Brotstube
Bärenbrot. Es ist der fünfte Standort des Unternehmens, das sich auf handwerklich hergestelltes Brot spezialisiert hat. In den vergangenen Tagen haben bereits die Vorbereitungen für die Eröffnung begonnen, derzeit laufen die Ausbauarbeiten in den Räumen direkt neben dem Bahnhof.
Eine große Eröffnungsaktion wird es am 23. Juli nicht geben. Das Unternehmen setzt bewusst auf einen zurückhaltenden Start. "Wir machen grundsätzlich eher 'low' Eröffnungen", sagt Geschäftsführer Daniel Bär gegenüber
inFranken.de. Der Grund sei pragmatisch: "Den Aufwand könnten wir sonst gar nicht bewältigen." Zugleich habe sich in der Vergangenheit gezeigt, dass zusätzliche Aktionen gar nicht nötig seien. "Es bilden sich auch ohne Werbung oft Schlangen, weil die Leute neugierig sind und das Brot probieren wollen." Neben Brot, gibt es auch guten Döner in Erlangen,
diese 6 Läden wurden von den Lesern zu den besten Dönerläden Frankens gewählt.
Bärenbrot in Erlangen: "Die größte Herausforderung war die Bürokratie – vor allem in Verbindung mit dem Denkmalschutz"
An der grundsätzlichen Ausrichtung ändert auch der neue Standort nichts. "Unser Konzept ist klar: Bei uns dreht sich alles ums Brot", betont Bär. Ein Café-Angebot wird es deshalb auch in Erlangen nicht geben. "Auch wenn wir direkt am Bahnhof sind – Kaffee bieten wir nicht an. Den können sich die Kunden bei anderen holen." Stattdessen liegt der Fokus ausschließlich auf handwerklich hergestellten Backwaren. Besonders wichtig ist dabei die Herstellung. "Unser Bärenbrot fermentiert 48 Stunden", erklärt Bär. "Das macht es besonders verträglich, ist aber auch besonders aufwendig."
Dass Erlangen eine "hohe Dichte an guten Bäckereien" habe, sei dem Unternehmen bewusst. Dennoch zeigt sich Bär überzeugt vom eigenen Konzept. "Wir sind stolz darauf, dass die Kunden trotz großer Konkurrenz gezielt für unser Brot kommen." Diese Entwicklung habe sich bereits an anderen Standorten bestätigt und sei ein wichtiger Antrieb für die Expansion gewesen.
Der Weg zur neuen Filiale verlief allerdings nicht ohne Schwierigkeiten. "Die größte Herausforderung war die Bürokratie – vor allem in Verbindung mit dem Denkmalschutz", sagt Bär. Das habe den Umbau deutlich aufwendiger gemacht als zunächst erwartet. Dass Bärenbrot am Bahnhof einziehen konnte, hätte auch an einer bewussten Entscheidung der Eigentümer gelegen. "Das Gebäude stand mehrere Monate leer und es gab viele Angebote", berichtet Bär. Den Ausschlag habe letztlich das Konzept gegeben. "Die Vermieter wollten ein Unternehmen mit lokalem Bezug, das den Erlangern einen Mehrwert bietet." Genau das habe Bärenbrot liefern können. "Handwerklich hergestelltes Brot von einem regionalen Anbieter hat sie überzeugt", so Bär.
Fünfte Filiale und vorerst letzter Schritt
Rund neun Jahre nach der Gründung sei dies nun die fünfte Filiale. "Das ist aktuell unser letzter neuer Standort", sagt Bär. Die Produktion bleibe weiterhin in Fischbrunn, wo Bärenbrot 2017 gegründet wurde. Neben Erlangen ist das Unternehmen bereits in Amberg, Lauf an der Pegnitz, Fürth und im Pegnitztal-Einkaufszentrum vertreten.