Noch ist der Rasen vor ihrem Elternhaus in Jungenhofen das Spielfeld von Antonia Bittel. Hier kickt sie schon mal mit ihrem Vater Armin. Viel lieber würde sie jedoch in den großen Fußballarenen der Welt spielen. Die elfjährige Schülerin des Höchstadter Gymnasiums hat einen Berufstraum: Sie würde gerne Fußballspielerin werden.

Ihre Liebe zum Fußball hat jedoch nicht den Ausschlag dafür gegeben, dass Antonia Bittel einen Aufenthalt im Sommercamp von FC-Bayern-Spieler Philipp Lahm gewonnen hat. Es war einfach nur Glück, ausgewählt zu werden. Die Bayern sind jedoch der Lieblingsclub des Teenagers aus Jungenhofen und - natürlich - auch der Lieblingsvereins ihres Vaters Armin. Philipp Lahm finden Vater und Tochter sehr sympathisch, "weil er bodenständig und überhaupt nicht abgehoben ist".


Die Welt entdecken

Dennoch hat das Feriencamp mit Fußball überhaupt nichts zu tun. Es handelt sich vielmehr um eine Art Schullandheim bei München mit vielfältigen Angeboten für die jungen Menschen. Insbesondere gehe es darum, dass die Kinder sich selbst und die Welt entdecken, ist der Homepage zu entnehmen. Neugier und Abenteuerlust sollen sie mitbringen und offen für neue Erfahrungen sein. Das alles trifft auf Antonia zu.

Dass die Fünftklässlerin zudem sehr sportlich ist, kann ja nicht schaden. Natürlich hat sie eine Eins im Unterrichtsfach "Sport". Insbesondere beim Langstreckenlauf ist sie regelmäßig vorne mit dabei. Außerdem spielt sie auch noch Saxophon in der Blaskapelle Zentbechhofen.

Antonias Mutter wurde durch Antenne Bayern auf das Feriencamp der Philipp-Lahm-Stiftung aufmerksam. Sie motivierte Antonia, sich zu bewerben. Als die Nachricht eintraf, dass ihre Tochter unter den Gewinnern ist, konnte sie es zunächst nicht glauben. Annette Bittel rief bei Antenne Bayern an und ließ sich den Gewinn bestätigen.
Antonia hofft natürlich sehr darauf, dass sich Philipp Lahm selbst einmal im Camp sehen lässt. Sofern es seine Verpflichtungen zulassen, werde er das auch tun, ist im Internet zu lesen. Für diesen Fall haben alle Freunde von Antonia bereits Autogramme von dem Fußballweltmeister 2014 bei ihr in Auftrag gegeben.

Am 31. Juli wird es losgehen und - Vater Armin möchte am liebsten selbst mit. Nein, Heimweh werde sie bestimmt nicht haben, sagt die Schülerin. Sie sei bereits einmal eine Woche im Schullandheim gewesen. Ein bisschen aufgeregt ist sie aber schon, was da an Neuem auf sie zukommt. Am letzten Abend gibt es dann für alle - Mama und Papa eingeschlossen - ein Abschlussfest. Darauf freut sich die Familie aus Jungenhofen schon heute.