Obwohl der ASV Niederndorf keine Nachwuchsprobleme hat und mit 1555 Mitgliedern, davon 468 Jugendliche, mit zu den größten Vereinen in Herzogenaurach gehört, war bei der Jahreshauptversammlung nicht alles eitel Sonnenschein. Nicht der sportliche Bereich, sondern die Finanzen bereiten dem Verein Sorgen und Kopfzerbrechen.

Wie Schatzmeister Bernd Wüstner für das Jahr 2014 berichtete gab es ein sattes Minus von mehr als 20.000 Euro. Dieses ergibt sich überwiegend im Sportbereich. Auch der für das laufende Jahr vorgestellte Haushaltsplan beinhaltet ein weiteres Minus von abermals gut 20.000 Euro.

Bedingt durch diese Zahlen verringert sich die Rücklage des Vereins um fast die Hälfte. Kurt Zollhöfer, langjähriger Vorsitzender des FC Herzogenaurach, brachte es auf den Punkt: Wenn das Minus, wie es offensichtlich ist, überwiegend aus dem Sportbetrieb kommt, dazu gehören auch die Mitgliedsbeiträge, sollte sich die Vereinsführung Gedanken machen.

Dem widersprach Vorsitzender Michael Persang. Die Finanzlage werde von der Vereinsführung durchaus kritisch betrachtet. Es werde deshalb nach weiteren Sponsoren gesucht. Zudem solle die Werbung ausgebaut werden. Eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages fand erst vor drei Jahren statt. Zum jetzigen Zeitpunkt den Beitrag schon wieder zu erhöhen, käme bei den Mitgliedern nicht gut an. Trotz unterschiedlicher Meinungen wurde der Kassier einstimmig entlastet. Gleiches gilt für den Haushaltsplan für das Jahr 2015.

Erfreulicher wurde es bei der Mitgliederehrung. Positiv aus Sicht der Vereinsführung sei, dass eine große Zahl der zu Ehrenden anwesend war. Ein Gerichtsverfahren, in das der Verein involviert ist, sorgt dagegen für Kopfzerbrechen. Wegen eines Nachbarn muss sich der ehemalige Wirt des Sportheimes vor Gericht verantworten. In dem Verfahren geht es um Geruchsemmissionen die nach Angaben des Nachbarn angeblich vom Sportheim ausgehen sollen. Nachdem zwischenzeitlich ein Gutachter eingeschaltet wurde, sei ein Ende des Verfahrens nicht abzusehen.

Auch die Trainingsmöglichkeiten waren ein Thema: Eine Erweiterung des Sportgeländes in Richtung Süden ist nach den Worten des Vorsitzenden wegen der ablehnenden Haltung des Grundstückseigentümers nicht zu erwarten. Nach Rücksprache mit der Stadt will der Verein auf dem A-Platz eine Flutlichtanlage installieren. Die Stadt habe auch zugesagt den Bolzplatz in Hauptendorf herzurichten. Für das Sportheim gibt es mit der Brauerei Hofmann einen neuen Lieferanten. Dies habe Preiserhöhungen zur Folge. Der ASV erhofft sich durch die Veränderung einen weiteren Sponsor, was sich positiv auf die finanzielle Lage auswirken soll. RK