Seit mehreren Jahren gehört es in Herzogenaurach am ersten Weihnachtsfeiertag wie selbstverständlich dazu, das Weihnachtskonzert der Chorjugend unter der Leitung von Toni Rotter in der Stadtpfarrkirche. Auch in diesem Jahr lauschten sehr viele begeisterte Zuhörer den Darbietungen von 66 Sängerinnen und Sängern.

Toni Rotter konnte sich in diesem Jahr auf 23 Sängerinnen im Sopran und 19 im Alt verlassen. Genauso auf die zwölf Sänger im Tenor und zwölf im Bass. Damit aus den unterschiedlichen Stimmlagen ein hervorragendes Zusammenwirken entsteht, ist eine gute Stimmbildung unabdingbar. Dafür zeichnen Eva-Marie Ferraro, Manuel Krauß, Elisabeth Ort und Cornelia Schmid verantwortlich.

Den Anfang des Abends machte der Männerchor mit "Veni redemptor gentium", aus dem vierten Jahrhundert. Das weitere Konzert wurde von wechselnden Formationen bestritten. Durch den Kirchenraum erklang "Psallite" von Michael Praetorius und "Adeste Fideles" von Johan Francis Wade. Auf dem Programm waren auch die traditionellen Stücke "Hört, ihr Hirten" aus der Batschka, "Kindelein zart, von guter Art" aus Österreich, "Deck the Hall" aus Wales und "Ihr Kinderlein kommet" zu finden. In kleiner Besetzung war "The world for Christmas" von Anders Edenroth und "That's Christmas to me" zu hören. Große Präzision erforderte "Frohlocket, ihr Völker auf Erden" von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Für weihnachtliche Stimmung sorgten "A star ist shining tonight" von Tore W. Aas, oder "Angels Carol" von John Rutter, genauso wie "Driving home for Christmas" von Chris Rea oder "Sing joy" in einem Arrangement von Mark Hayes mit einem Stück aus dem Messias von Georg Friedrich Händel.

Vorgetragen wurde der Prolog aus dem Johannesevangelium von Lisa Kuhngamberger und Finja Berg, die Prophezeiung aus Jesaja gesprochen von Katharina Straub, das Weihnachtsevangelium nach Lukas von Emma Novotný, Sabrina Brehm und Finlay Deavin.

Aber auch Instrumentalsolisten aus den Reihen der Choristen konnte Rotter in das Programm einbauen, so Anton Rotter, Lucia Hacker, Kilian Hacker mit Uta Hacker bei der Air aus der Orchestersuite Nr. 3 von Johann Sebastian Bach sowie dem Concerto Nr. 3 von Giuseppe Valentini.

Bei "Stille Nacht" wurde das Publikum zum Mitsingen der jeweils ersten und dritten Strophe animiert. Genauso bei dem Lied "O du Fröhliche" von Joseph Mohr und Franz Gruber. Kein Wunder, dass die begeisterten Zuhörer eine Zugabe forderten, die natürlich gerne gewährt wurde. Dazu trugen die Chormitglieder beim Auszug aus der dunklen Kirche Lichter in der Hand.

Mit einer Spende konnten die Zuhörer die Arbeit der Chorjugend würdigen, bevor sie in die Nacht des Weihnachtsabends hinaustraten.