Am ersten Sonntag im März wurde in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde von Herzogenaurach Madalina Sundh als neue Vikarin eingeführt. Für die nächsten zweieinhalb Jahre wird sie während ihrer Ausbildungszeit das Leben in einer Kirchengemeinde "erleben" und die hauptamtlichen Seelsorger unterstützen.

Madalina Sundh kam mit ihrer Familie im Alter von sechs Jahren aus Siebenbürgen nach Franken. An der Region hat sie das fränkische Bier, das Wandern und die fränkische Küche lieben gelernt. Das Abitur legte sie am Helene-Lange-Gymnasium in Fürth ab. Ihr Studium führte sie zu Beginn nach Neuendettelsau, dann war sie in Berlin und Heidelberg, bis sie zu guter Letzt wieder in Neuendettelsau war.


Die erste Stelle

Dort lernte sie während ihrer Examensvorbereitung ihren Mann kennen, der ebenfalls Theologe ist und damals noch Austauschstudent aus Montana, USA, war. Inzwischen ist sie 27 Jahre alt, verheiratet und hat einen sieben Monate alten Sohn.

Die Familie Sundh wohnt bereits seit Mitte Januar in Herzogenaurach. "Wir hatten großes Glück bei der Wohnungssuche. Da war Gott mit uns", meint Sundh dazu nur.

Da das Vikariat die praktische Ausbildung nach dem Studium ist, so wie bei den Lehrern das Referendariat, ist Herzogenaurach ihre erste Stelle. Die neuen Aufgaben sind vielfältig. Als Vikarin kann sie diese unter der Obhut von Karola und Oliver Schürrle ausüben. Daneben geht die Ausbildung weiter, Mitte März hat sie ihre erste Woche im Predigerseminar (die schulische Begleitung zum Vikariat) in Nürnberg. Dort beginnt sie mit einer Einheit zum Gottesdienst beginnen, danach folgen weitere spannende Themen wie Seelsorge, Religionspädagogik und vielen weitere im Laufe ihres zwerieinhalbjährigen Vikariats.

Zu Herzogenaurach haben sie und ihr Mann sich natürlich via Internet informiert. Voller Freude haben sie dort Veranstaltungen wie "Altstadtfest, Mittelalterfest, Kirchweih" gelesen. Auch kulinarisch gefällt ihnen Herzogenaurach sehr gut. Von fränkisch über griechisch, mexikanisch und italienisch bis indisch ist hier ja alles dabei und Liebe geht bekanntlich ja durch den Magen. Da hat es ihnen Herzogenaurach schon angetan.

Hoffentlich bleibt noch Zeit für Hobbys wie Kochen, Backen, Nähen, Wandern, Basteln, Lesen. Mit ihrem Mann teilt sie die Leidenschaft für alle Art von Brett-, Karten- und Rollenspielen. Damit sie genug Zeit für ihre Hobbies haben, verzichtet das Ehepaar sogar auf einen Fernsehapparat. Gemeinsam freut sich die Familie auf die Zeit in Herzogenaurach und auf den Dienst in der neuen Gemeinde. Die Einführung am Sonntag in der evangelisch-lutherischen Kirche von Herzogenaurach leitete Pfarrerin Karola Schürrle. Nach dem Gottesdienst konnten die Gläubigen im Vorraum der Kirche ihre neue Vikarin bei einem Stehcafé kennen lernen.