Es ist eine Frage, die viele Bürger in Herzogenaurach bewegt. Vor allem diejenigen, die sich gerne ins Herz der Stadt begeben und dort auch gerne verweilen wollen. Die Frage lautet: Wann macht "der Römmelt" wieder auf?

Freilich ist mit "der Römmelt" ein Nachfolger gemeint. Die Immobilie des ehemaligen Café und Bäckereibetriebs ist ja bereits seit längerer Zeit verkauft, und seither bemüht sich der neue Besitzer, die Herzogenauracher Familie Walter, um einen Pächter. Der ist jetzt gefunden und wurde am Freitag der Presse vorgestellt. Die vielfach gestellte Frage nach der Neueröffnung ist damit aber noch nicht konkret beantwortet.

"Das Römmelt" öffnet jeden Tag

Im Sommer, so lautet das Ziel, soll das einstige Café wieder öffnen. Mit neuem Betreiber und neuem Konzept. Wichtig war dem Hausbesitzer Gerd Walter und seiner Frau Tine, dass es ein Ganztagesbetrieb wird. Ebenso wichtig sei gewesen, dass der neue Betreiber die Angelegenheit persönlich und mit Herzblut angeht. Irgendeinen Pächter von irgendwoher, der dann vielleicht nach zwei Jahren aufgegeben hätte, hat man sich nicht vorstellen können.

Mit dem 47-jährigen Michael Macri hat man den Wunschpartner gefunden. Freilich hat die Suche etwas länger gedauert, aber letztlich ist das nach der vielmonatigen Zeit des Leerstands nach dem plötzlichen Tod von Klaus Römmelt im Herbst 2018 nicht entscheidend. Entscheidend ist, was das daraus wird.

Macri ist seit sechs Jahren Gastronom. Zuletzt führte er die Edelweißhütte in Hersbruck. Zuvor war der gebürtige Erlanger, der in Neustadt aufgewachsen ist, viele Jahre als Versicherungsvertreter in Röttenbach tätig. Und nebenbei schnupperte er in die Gastronomie, bevor er sich als Quereinsteiger selbstständig machte. Seit einem Vierteljahrhundert im Landkreis tätig, kennt er Herzogenaurach durchaus.

Details sind noch geheim

Das Konzept für das neue Lokal hat Macri gemeinsam mit den Eigentümern entwickelt. Auch künftig will man familiär zusammenarbeiten, was auch nicht weiter schwer fallen sollte - ist der Pächter doch der Cousin von Christine Walter. Entwickelt worden sei ein "gastronomisches Gesamtverpflegungskonzept", dessen Details allerdings noch nicht verraten wurden. "Herzklopfen! Hier tut sich was. Die Spannung steigt" steht auf den großflächigen Aufklebern auf den Fenstern.

Spannend bleibt's zunächst auch, was aber auch mit noch offenen Fragen zu tun hat. Denn erst muss die Backstube zur Küche umgebaut werden. Sein Konzept bedürfe da einer gewissen Voraussetzung an Equipment, sagte Macri. So weit sei man jetzt noch nicht. Noch ganz schön geheimnisvoll, was er preisgibt.

Fest steht, dass der Betrieb ganztätig sein wird. "Wir fangen mit dem Frühstück an", sagt Macri. Und abends soll auch nicht schon um 19 Uhr Schluss sein. Sieben Tage die Woche, also ohne Ruhepause, will er öffnen. Elf Leute Personal kann er sich hierfür vorstellen,. Einen Namen hat das neue Lokal noch nicht.

Angetan von den Plänen sind auch Judith Jochmann und Anja Wettstein von der Stadt. Stadtmarketingchefin Jochmann freut sich schon deswegen, weil der ganze Prozess des Entstehens ein gutes Bespiel dafür sei, wie es funktionieren kann, wenn man einen gemeinsamen Weg geht, auch mit der Stadt. Ein Ganztageskonzept füge sich auf dem Marktplatz gut ein. Und Planungsamtschefin Wettstein bietet für den anstehenden Umbau kurze Behördenwege an. Die Grundabstimmung mit dem Landratsamt sei ja schon geschehen, jetzt stünden noch technische Details aus.

Und Gastronom Macri freut sich auf die Aufgabe. "Wir wollen uns nahtlos einfügen in Herzogenaurach", sagt er. "Die Leute sollen wieder ein Stammlokal in der Stadtmitte haben."