Zwölf Jahre ist es her, fast auf den Tag genau, als im Herzogenauracher Rathaus die Telefone heiß liefen und die Drähte glühten. Der Grund? Die Stadt bereitete sich auf den Höhepunkt des Jahres vor, auf den Festzug zum größten Jubiläum, das man an der Aurach je gesehen und gefeiert hatte: auf den Festzug anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung von "Uraha" in einer Urkunde von 1002.

Rund zwei Jahre hatten sich die Vorbereitungen für alle Veranstaltungen der 1000-Jahr-Feier hingezogen, und dazu gehörte vor allem der große Festzug, der sich am Sonntag, 30. Juni, durch die Innenstadt bewegen sollte. Dann tauchte die Frage auf, was ist, wenn die deutsche Mannschaft das Endspiel der Fußball-WM 2002 im fernen Yokohama erreichen würde, das just zur selben Zeit wie der Festzug angesetzt war?

Doch alle Bedenken waren bereits bei der Terminierung des Festzugs in den Wind geschlagen worden.