"Segen bringen - Segen sein - Gemeinsam gegen Kinderarbeitet in Indien und weltweit": Unter diesem Motto steht die 60. Aktion Dreikönigssingen des Kindermissionswerkes, der Sternsinger und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). In prächtigen Gewändern sind die Sternsinger unterwegs, bringen mit dem Kreidezeichen "20*C+M+B+18" den Segen zu den Menschen und werden selbst zu einem Segen.

2015 waren die Philippinen, 2016 Bolivien und 2017 Kenia das Beispielland. Die Erlöse aus der Aktion sind allerdings nicht nur für Projekte dort bestimmt, sondern fließen in Hilfsprogramme für Kinder in der ganzen Welt.

Seit Beginn der Sternsingeraktion im Jahr 1959 haben die Sternsinger schon insgesamt eine Milliarde Euro gesammelt.

Die Heiligen Drei Könige - oder die Weisen aus dem Morgenland - wurden durch den Stern nach Bethlehem zur Krippe geführt. Ihr Hochfest ist der 6. Januar, der "Dreikönigstag". Bei uns sind es meist Ministranten und Kinder, aber auch Erwachsene, die ausgehen, die Frohe Botschaft zu verkünden und Spenden für einen guten Zweck zu sammeln.


Treffen bei der Anprobe

Am Mittwoch trafen sich die zukünftigen Weisen aus dem Morgenland von Aisch im ehemaligen Aischer Schwesternhaus zur Gewandanprobe. In Aisch sind am 6. Januar 42 Sternsinger in elf Gruppen (mit Lauf und Uttstadt) unterwegs. Das Aischer Sternsingerteam (Andrea Lay, Michaela Philipp, Marion Nagel, Sonja Keil, Daniela Kaltenegger) kümmerte sich schon im Vorfeld um die Gewänder für die Sternsinger. Sie mussten gerichtet und passend verteilt werden.

Hochbetrieb herrschte im Probenraum des Aischer Chores. Auf einem großen Tisch in der Mitte lagen alle Gewänder bereit und die zukünftigen Könige mussten nur um den Tisch laufen und wurden dann passend eingekleidet. Wieder ausziehen hieß es dann und alles wurde auf einen Bügel mit Namen versehen auf den Kleiderständer gehängt. Am 6. Januar früh um 8.15 Uhr kommen sie dann wieder, werden eingekleidet und ziehen zur Aischer Kirche zum Aussendungsgottesdienst. Zur fertigen Ausrüstung gehören dann noch Sterne und Kronen, Kasse und Weihrauchfass und auch eine Tasche mit Aufklebern.


Spaß macht es natürlich auch

Malte (11 Jahre) macht nun schon zum vierten Mal begeistert mit: "Ich möchte was für die armen Kinder in Indien tun. Denen geht es nicht so gut wie mir. Weil die Eltern nicht viel Geld haben, müssen sie schon arbeiten. Das ist nicht richtig", erklärt er ernsthaft. "Aber Spaß macht es natürlich auch", fügt er noch an.

Die 14-jährige Hannah ist schon zum achten Mal dabei. "Ich finde es einfach schön, dass wir für andere, sehr arme Kinder etwas machen können. Wir können uns ja nur in so einer Aktion engagieren und helfen", strahlt sie. Außerdem sei es schön, mit Freunden den ganzen Tag unterwegs zu sein. "Und die Pizzabrötchen, die das Sternsingerteam immer backt, sind echt lecker!"

Man spürt die Freude und die gute Stimmung im Saal. Auch Pastoralreferentin Dagmar Haas ist zufrieden und zeigt ein Plakat, auf dem die vielen guten Ergebnisse der letzten Jahre zu sehen sind.

Nicht nur in Aisch, auch in Adelsdorf sind am Dreikönigstag Sternsinger unterwegs, und zwar 78 in 20 Gruppen mit 13 erwachsene Begleitpersonen (mit Weppersdorf, Nainsdorf, Wiesendorf , Heppstädt) unterwegs. Hier ist vor allem Gunda Geier, unterstützt von weiteren Helfern, für das Einkleiden zuständig. In Zeckern schwärmen 23 Sternsinger in 6 Gruppen aus und in Neuhaus sind es zwei Gruppen.

Den Aussendungsgottesdienst in Zeckern am 5. Januar um 18 Uhr zelebriert Pfarrer Thomas Ringer und am 6. Januar senden Pfarrer i.R., EGR Franz Reus (Subsidiar in Weisendorf) in Aisch und in Adelsdorf Pfarrer Thomas Ringer - jeweils nach dem 9-Uhr-Gottesdienst die Sternsinger aus.