Am Dienstagnachmittag kollidierte ein Auto auf der B2 bei Heroldsberg mit einem Lkw. Ein Mann verlor dabei sein Leben. Wie erlebte der Rettungsdienst den Einsatz?
Update vom 16.09.2026, 11.45 Uhr: Rettungskräfte können sich letztlich nur noch um Feuerwehr kümmern
Es war ein Horrorszenario für alle Rettungskräfte: Ein 71-Jähriger stieß mit seinem Auto wohl bei einem angesetzten Überholmanöver frontal gegen einen Lkw und erlitt tödliche Verletzungen. Noch dazu fing der Wagen, der unter den Lkw geraten war, Feuer. Die alarmierten Rettungskräfte mussten sich zunächst einen Überblick über die tragische Lage verschaffen, wie der Einsatzleiter Sebastian Kaufhold während des Einsatzes gegenüber der Nachrichtenagentur News5 erklärt.
"Der Rettungsdienst kann natürlich gegen die Flammen selbst nichts machen, kann da sichten, schauen, wie viele Betroffene und Patienten sind denn tatsächlich an der Einsatzstelle vor Ort?", so Kaufhold. Der Lkw-Fahrer konnte sich selbst befreien und blieb körperlich unverletzt. Die Aufgaben der schließlich reduzierten Rettungskräfte beschränkten sich damit auf die Absicherung der Feuerwehr, "da noch schwierige Arbeiten zu tun" waren.
Eine psychosoziale Notfallversorgung war ebenfalls vor Ort, um Zeugen, die derartige Bilder nicht gewohnt sind, zu betreuen. "Insbesondere den Lkw-Fahrer, der das selbst leider miterleben musste", fügt Sebastian Kaufhold hinzu. Auch Einsatzkräfte konnten auf die Gesprächsangebote zurückgreifen.
Update vom 15.09.2026, 21.20 Uhr: "Horrorvorstellung" der Feuerwehr bewahrheitet sich
Nach einem schweren Unfall auf der B2 bei Heroldsberg wurden die Einsatzkräfte gerufen. Das erste Stichwort lautete: "Person eingeklemmt, Fahrzeuge brennen", berichtet Enrico Delfino als Pressesprecher der Feuerwehr Heroldsberg. Schon auf der Fahrt sahen die Feuerwehrleute "eine starke Rauchwolke".
"Die Horrorvorstellung ist immer, dass eine Person im Fahrzeug eingeklemmt ist und das Fahrzeug brennt", erläutert der Feuerwehrsprecher. Und leider habe sich dies auch bewahrheitet.
Auto kollidiert mit Lkw und geht in Flammen auf
Die Polizei erläutert, wie es zu dem Unfall gekommen war. Gegen 15.50 Uhr war es im Bereich Heroldsberg zur Kollision zwischen einem Pkw und einem entgegenkommenden Lkw gekommen. Die Polizei geht bisher davon aus, dass der Autofahrer zum Überholen angesetzt hatte.
Der 71-jährige Autofahrer erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der 39-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt und konnte sich selbstständig aus seinem Fahrzeug befreien.