Gefahrgut-Lkw beteiligt: Heftiger Unfall führt zu mehrstündiger Sperrung in Franken

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Großneuses: Unfall führt zu mehrstündiger Sperrung - Gefahrgut-Lkw beteiligt
Großneuses: Unfall führt zu mehrstündiger Sperrung - Gefahrgut-Lkw beteiligt
Christian Parpart / Feuerwehr Höchstadt an der Aisch / Collage inFranken

Gleich drei Fahrzeuge werden in Mittelfranken in einen schweren Unfall verwickelt. Weil auch ein Gefahrgut-Lkw beteiligt ist, muss der Streckenabschnitt mehrere Stunden gesperrt werden.

Am Montag (26. Oktober 2026) ist es zwischen Boxbrunn und Großneuses im Kreis Erlangen-Höchstadt zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Drei Personen wurden verletzt, zudem entstand ein beträchtlicher Sachschaden.

Wie die Polizei berichtet, war ein Autofahrer am Nachmittag auf der Staatsstraße in Richtung Großneuses unterwegs, als er versuchte, einen vor ihm fahrenden Pkw und einen davor fahrenden Lkw mit Anhänger im Überholverbot auf der kurvenreichen Strecke zu überholen.

Kollision im Kreis Erlangen-Höchstadt

Im Zuge des riskanten Manövers kollidierte der 57‑Jährige mit einem entgegenkommenden Auto eines 72‑Jährigen. Dieser versuchte noch, nach rechts auszuweichen, konnte den seitlich versetzten Frontalzusammenstoß allerdings nicht verhindern. Durch die Wucht der Kollision wurde der Wagen des Unfallverursachers anschließend gegen den Anhänger des Lkws geschleudert.

Sowohl der 57‑Jährige als auch der 72-Jährige und dessen 61-jährige Beifahrerin im entgegenkommenden Pkw wurden zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Ihre Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Gegen den Unfallverursacher läuft nun ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, die Staatsanwaltschaft verfügte die Sicherstellung seines Führerscheines. 

Wie die Feuerwehr Höchstadt an der Aisch berichtet, hatte der an dem Unfall beteiligte Sattelzug Gefahrgut geladen. Aufgrund dieser Tatsache mussten die Einsatzkräfte die Straße für knapp drei Stunden sperren, da eine spezielle Gefahrgut-Einheit der Polizei vor Ort zunächst die Lage bewerten musste. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr kümmerten sich parallel dazu um die Sicherstellung des Brandschutzes, die Unterstützung des Rettungsdienstes sowie die Verkehrslenkung. Nach Angaben der Polizei beläuft sich der entstandene Sachschaden auf über 50.000 Euro.