Bessere Rahmenbedingungen hätte sich die Adelsdorfer CSU für ihr Schlossgartenfest wohl nicht wünschen können. Bei tropischen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein öffneten die Veranstalter am Samstagabend die Pforten zum historischen Schlosspark im Ortskern. 1972 feierte man hier erstmals. "Das Ganze hat damals als Helferessen nach einem Wahlkampf begonnen", erinnert sich der langjährige CSU-Ortsvorsitzende Hans Mönius.
Nach einem Jahr Pause meldete man sich nun mit zahlreichen Neuerungen zurück. Und die machten sich bezahlt. Mönius' Nachfolger Matthias Goß freute sich über rund 500 Gäste aus nah und fern vor stimmungsvoller Kulisse.

Nur ein kurzer Regenschauer

Anders als es die meisten Besucher der vergangenen Jahre noch gewohnt sein dürften, wurde heuer kein Eintritt verlangt.
Vor allem junge Leute und Kurzentschlossene sollten dadurch angesprochen werden. "Für uns ist das ein wichtiger Schritt in Richtung eines richtigen Bürgerfestes", sagt Goß. Einen kurzen Schockmoment gab es für ihn und sein Team, als es am frühen Abend einen Regenschauer gab. Dieser war jedoch nur von kurzer Dauer und vertrieb lediglich eine Handvoll Gäste.
Der Rest tanzte und schunkelte ausgelassen zur Covermusik der Gruppe "Kiehfman & Jack" aus dem Kreis Forchheim. Mit Klassikern wie "Irgendwann bleib i dann dort", "Weiß der Geier" und "It never rains in Southern California" sprach das Partyduo ein breites Altersspektrum an. Nach Mitternacht wurde dann nicht nur das Publikum, sondern auch die Musik zunehmend jugendlicher.
"Man hat ja leider nur selten die Gelegenheit, den Schlossgarten hier zu sehen. Umso schöner finde ich die Veranstaltung", lobte eine 21-jährige Besucherin. Gemeinsam mit zwei Freundinnen erfrischte sie sich mit kühlen Cocktails an der Bar der Jungen Union. Hier wurden die Getränke geradezu im Akkord gemixt. Die beliebtesten Drinks in diesem Jahr: Aperol Sprizz, Hugo und Caipirinha.

50 Helfer im Einsatz

Die Damen der Frauen-Union waren für das leibliche Wohl in Form von deftigen und süßen Speisen sowie leichter Kost zuständig. Am Grill mussten allerdings die Herren schwitzen. "Insgesamt waren etwa 50 Helfer von CSU, JU und Frauen-Union im Einsatz", berichtet Uwe Pöschl. Der Gemeinderat war in diesem Jahr erstmals für Planung und Umsetzung der Veranstaltung zuständig und hat diese Premiere nach einhelliger Meinung mit Bravour gemeistert.
Besonders freute ihn, dass sich trotz des parallel stattfindenden Erlanger Schlossgartenfestes namhafte Politprominenz in Adelsdorf blicken ließ. Nicht nur Vertreter der Höchstadter CSU, sondern auch Landrat Alexander Tritthart, Landtagsabgeordneter Walter Nussel und Bundestagsabgeordneter Stefan Müller (alle CSU) statteten dem Fest zu später Stunde noch einen Besuch ab. Die Band spielte bis 1 Uhr, die Gäste genossen aber auch ohne Musik im Anschluss noch die laue Sommernacht unter den bunt beleuchteten Pavillons.
Aus Sicht der Veranstalter fällt das Resümee in diesem Jahr durchweg positiv aus. Wenn möglich, möchte man an dem überarbeiteten Konzept deshalb auch nichts ändern. "Letztlich müssen wir das aber von den finanziellen Rahmenbedingungen abhängig machen", sagte Matthias Goß betont vorsichtig. Schließlich gehe man mit dem Schlossgartenfest auch immer ein gewisses finanzielles Risiko ein. "Erfolg oder Misserfolg sind einfach von so vielen Faktoren abhängig", weiß er aus Erfahrung.