Patienten, Personal und Besucher des Kreiskrankenhauses St. Anna in Höchstadt können aufatmen. "Das Schlimmste, was Staub und Lärm angeht, ist jetzt vorbei", sagte Landrat Alexander Tritthart (CSU), als er am Freitag auf der Baustelle des neuen Veranstaltungsraumes die Gäste zum Richtfest begrüßte.

Insgesamt 17,1 Millionen Euro werden derzeit in das Höchstadter Krankenhaus investiert, um es patientenfreundlicher und effizienter zu machen. Tritthart erinnerte daran, dass der Kreistag erst im Juli 2016 grünes Licht gegeben hatte und jetzt schon die erste Bauphase abgeschlossen sei.


Moderne Intensivstation

Unter anderem bekommt das Krankenhaus eine moderne Intensivstation, eine neue Zentralaufnahme und ein verbessertes Ambiente, wozu auch der neue Versammlungsraum beiträgt, in dem beim Richtfest die Formation "Asthma und Übergewicht" der Höchstadter Stadtkapelle aufspielte.

Hausherr Tritthart freute sich, dass mehr Kreisräte den Weg nach Höchstadt gefunden hatten, als angemeldet waren. Von den 17,1 Millionen Euro Gesamtkosten übernimmt der Freistaat Bayern 13,3 Millionen. Der Landkreis schießt aus Eigenmitteln 3,2 Millionen zu.

Dass die Arbeiten voll im Kosten- und Zeitplan liegen, ist für Tritthart auch ein Verdienst seiner Mitarbeiter im Landratsamt. Erfreut sei er, dass bisher trotz der Bauarbeiten der Krankenhausbetrieb aufrecht erhalten werden konnte. Auch künftig würden die Bauarbeiten während des Betriebs laufen. Einweihung und Abschluss der Umbaumaßnahmen sei im November 2019 geplant.

"Die Investition ist ein eindeutiges Signal an den Standort Höchstadt und die umliegenden Gemeinden", sagte der Landrat und machte deutlich, dass der Kreis zu seinem Krankenhaus steht, auch wenn sich Krankenhäuser derzeit in einem schwierigen Umfeld befinden. An die Bürger appellierte Tritthart, im Krankheitsfall auch an das Kreiskrankenhaus in Höchstadt zu denken. Ein Appell ging auch an die niedergelassenen Ärzte, ihre Patienten in das Krankenhaus Höchstadt einzuweisen.


Wenig Schmerzen

Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (JL) zeigte sich dankbar für die hohe Förderung des Freistaates und die "nahezu Einmütigkeit im Kreistag". Für Höchstadt sei es eine tolle Geschichte, dass das Krankenhaus hier bleibt. Immer mehr zeige sich jetzt auch, dass es die richtige Entscheidung war, das Gesundheitszentrum neben das Krankenhaus zu bauen.

Brehm verwies auf die aktuell vielen Baustellen in Höchstadt, die ihm mehr oder weniger Freude machen. "Das Krankenhaus bereitet wenig Schmerzen", sagte Brehm.

"Wir leisten einen nachhaltigen Beitrag zum Standort Höchstadt", sagte Wolfgang Fischer für den Freistaat. Fischer war jetzt als Vertreter der Regierung von Mittelfranken nach Höchstadt gekommen und brach eine Lanze für das Haus der Grund- und Regelversorgung. Mit der Förderung erfülle der Freistaat auch die Aufgabe, für gleiche Verhältnisse in Stadt und Land zu sorgen. Beim Kreiskrankenhaus Höchstadt sei "immer einmütig an einem Strang gezogen worden", sagte Fischer, der während seiner Dienstzeit am Landratsamt in Höchstadt auch am Krankenhaus zu Mittag gegessen hat.