So ganz hat Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das Bernsteinzimmer irgendwann in Coburg zu finden. Vielleicht, so regte er beim Spatenstich am Donnerstag auf dem Brauhof-Gelände am Hahnweg augenzwinkernd an, sollte man vor dem Baubeginn doch noch ein paar Probebohrungen nach dem verschollenen Schatz vornehmen.
Doch auch wenn es am Donnerstag nicht darum ging, das Bernsteinzimmer auszugraben, nahmen Tessmer, Bau-Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU) und die für den Bau der Wohnanlage verantwortlichen Träger - Eduard Mühlherr, Thomas Albert (Firma Weber), Bauleiter Peter Mühlherr und Immobilienentwickler Michael Schulz - gern den Spaten in die Hand, um den ersten Sand zu schaufeln. Schließlich, so Tessmer, zeige der inzwischen vierte Spatenstich in seiner knapp 16-monatigen Amtszeit, dass in Coburg bauliche Aktivität herrsche.


Besondere Herausforderung

Das ehemalige Brauereigelände mit den alten Bierkellern sei eine besondere Herausforderung für die Bauherren und vor dem Abriss "nicht unbedingt eine bevorzugte Wohngegend" gewesen, erinnerte der OB. Doch die künftige Anlage mit insgesamt 44 Wohneinheiten, verteilt auf fünf Häuser, werte das ganze Viertel auf, so Tessmer.
Wie Thomas Albert, Mitglied in der Geschäftsleitung der Investoren-Firma, mitteilte, werde es am Freitag schon mit den Arbeiten weitergehen. Noch in diesem Jahr soll die Tiefgarage hinter dem Utopolis und das erste der fünf Häuser stehen. Bis spätestens Ende 2017 wollen die Bauherren dann die komplette Wohnanlage fertigstellen.
11,5 Millionen Euro beträgt die gesamte Investitionssumme. Ein Teil der 44 Wohnungen sei auch bereits verkauft, ein weiterer Teil reserviert, berichtete Albert. Und manche potenzielle Käufer warteten einfach noch ab, bis erste Ergebnisse auf dem Gelände sichtbar seien.