Frank Gallinsky (CSU) hat sein Amt als Sprecher des Bündnis für Familie am Montagabend niedergelegt und Bürgermeister Martin Rauscher (ÜWG) den Schlüssel für den Bündnisraum ausgehändigt. Vorher hatte Gallinsky einen ausführlichen Rechenschaftsbericht vorgelegt. Er informierte über die Anschaffungen für Vereine in den vergangenen Jahren.

In Vorleistung, so Gallinsky, habe der Ortsverschönerungsverein ein Vereinszelt gekauft. 3200 Euro habe das Bündnis bereits zurück bezahlt, das Zelt sei für alle Vereine nutzbar, könne aber auch von Privatpersonen gemietet werden.

Dass Bürgermeister Rauscher die Anschaffung eines Faxgerätes in Höhe von 79 Euro aufgestoßen sei, ist für Gallinsky nicht nachvollziehbar. Er habe diesbezüglich drei Gespräche mit Rauscher geführt.

Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Personen und Institutionen, das unter dem Dach der Gemeinde angesiedelt ist und jährlich 1000 Euro für seine Arbeit erhält. Ein genauer Kassenbestand habe sich bisher nur schwer ermitteln lassen, da die Gelder von der Gemeinde verwaltet werden. Nun möchte der neue Kämmerer Michael Heß das Geld auf einen Verwahrkonto führen. Dem stimmte das Gremium zu.

Gallinsky ist auch verärgert über Äußerungen des Bürgermeisters Martin Rauscher. Gallinsky betonte: "Ich mache mein Amt aus Idealismus. Du bist nicht der Alleinherrscher." Dies scheine Rauscher nicht zu verstehen.

Thomas Schöllchen(UWN) ermahnte die beiden, fair miteinander umzugehen. Doch Bernd Roßberg (SPD) legte noch eins drauf und kritisierte, dass der Hund des Bürgermeisters alleine im Dorf unterwegs sei. Nicht nur das: Der Hund habe peinlicherweise ein Fußballspiel gestört. Laut Roßberg soll Rauscher seinen Hund anleinen oder zu Gehorsam erziehen. "Sonst muss halt auch der Bürgermeister eine Ordnungsstrafe von 1000 Euro zahlen", so Roßberg.