Vergnügen in schöner Umgebung: 40 Jahre Neustadter Freizeitpark

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Für Kinder bietet der Freizeitpark Villeneuve-sur-Lot viele Möglichkeiten. zu spielen und sich auszutoben. Foto: Dieter Seyfarth
Für Kinder bietet der Freizeitpark Villeneuve-sur-Lot viele Möglichkeiten. zu spielen und sich auszutoben. Foto: Dieter Seyfarth
Foto: Dieter Seyfarth
Foto: Dieter Seyfarth
 

Das Spiel- und Freizeitzentrum im Baugebiet "Am Moos" ist 40 Jahre alt geworden und heißt seit 2004 "Freizeitpark Villeneuve-sur-Lot".

Die Kinder können sich austoben, die Eltern auf den Liegeflächen entspannen. Und gemeinsam können sie ein ausgedehntes Picknick machen. Nachmittags bietet das Seecafé Kaffee, Kuchen, Eis und andere Leckereien an. Aber auch Spaziergänger und Nordic-Walker finden auf den ausgedehnten Wegen im Park immer wieder Erholung und sportliches Vergnügen. Jugendliche können im Fun-Park ihr Können ausprobieren, und auf dem Bolzplatz kristallisieren sich immer wieder Talente für die Neustadter Fußballvereine heraus. Kurzum: Der Freizeitpark Villeneuve-sur-Lot ist für Neustadt und Umgebung eine nicht mehr wegzudenkende Einrichtung.
Das Spiel- und Freizeitzentrum im Baugebiet "Am Moos" - seit 2004 wird es "Freizeitpark Villeneuve-sur-Lot" genannt - ist in den Sommermonaten ein Anziehungspunkt für Jung und Alt. 1#googleAds#100x100 Nicht nur Einheimische nutzen die äußerst gepflegte Parkanlage mit ihren weitläufigen Rundwegen und Ruheplätzen. Viele Besucher kommen auch aus der Coburger und Sonneberger Region.


Still und unbemerkt

Dieses Jahr hätte der Freizeitpark ein "kleines Jubiläum" feiern können. Doch der 40. Geburtstag ist still, wohl unbemerkt und somit ohne großes Brimborium vorübergegangen, wenn man von der traditionellen Veranstaltung "Swing im Park" und dem "Kino-Sommer" einmal absieht.

Offiziell eingeweiht wurde das Spiel- und Freizeitzentrum am 26. Juni 1976, begleitet von einer Reihe von Ansprachen, sportlichen Darbietungen und praktischen Vorführungen. Strahlender Sonnenschein sorgte am Einweihungstag für beste Rahmenbedingungen. Der damalige Oberbürgermeister Ernst Bergmann erläuterte in seiner Festansprache die Gründe für die Errichtung. So wies er darauf hin, dass sich einerseits im Nordwesten der Stadt - beginnend vom Kalmusrangen über die Baugebiete Am Moos I. bis IV. Teil bis hin zum Baugebiet "Am Thanner Weg I. Teil" - ein großes Wohngebiet entwickelt habe. Hier hätten ein Drittel der Neustadter Bevölkerung eine Wohnung. Schule, Bank, Kirchen, Apotheke und Schwimmbad hätten sich in diesem Bereich konzentriert. Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen hätten noch gefehlt und mit dem neuen Zentrum könne diese Bedarfslücke für ganz Neustadt geschlossen werden.

Außerdem sei die Stadt Neustadt auch bemüht, mit ihren bescheidenen finanziellen Mitteln das Gesicht Neustadts attraktiv zu gestalten und auch den Fremdenverkehr zu fördern. Landrat Helmut Knauer sprach dem Stadtrat seine Hochachtung für den "bewiesenen Mut und Weitblick" aus und MdB Karl Hofmann zeigte sich beeindruckt von dem "Lebenswillen hier am Eisernen Vorhang".

Die Vorstellungen, was im Spiel- und Freizeitzentrum untergebracht werden soll, entwickelten sich bereits ab 1967. In dem rechtsverbindlichen Bebauungsplan "Am Moos III. Teil" wurde eine rund 44 000 Quadratmeter große Fläche dafür vorgesehen. Mit der Planung wurde das Büro Froemel und Wunde, Bayreuth, beauftragt. Eine Bolzwiese, eine Spielwiese, ein kleiner See, ein Rodelhügel, ein Kinderfreilufttheater, eine Minigolfanlage, eine Bocciabahn, vier Eisstockschießbahnen, eine Rollschuh- und Kunsteisbahn, ein Kinder-Verkehrsgarten sowie Spielbereiche für Schach, Mühle und Dame wurden geschaffen. Inmitten der Anlage entstand ein bewirtschafteter Pavillon, an dem Süßigkeiten und Getränke gekauft und Minigolfschläger und anderes ausgeliehen werden konnten. Als verbindendes Element zwischen den einzelnen Bereichen wurde eine Holzbrücke über den See errichtet. Angelegt wurden schöne Rund- und Verbindungswege, an denen Sitzbänke aufgestellt wurden.
Die Betreuung des Spiel- und Freizeitzentrums wurde der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Neustadt, auf vertraglicher Basis bereits ab 1. Mai 1976 übertragen und bei der offiziellen Eröffnung erfolgte die Schlüsselübergabe durch Oberbürgermeister Ernst Bergmann an den Vorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt, Walter Knauer, und an den Ehrenvorsitzenden der Awo, Franz Förster.


Eine große Spende

Als großzügiger "Sponsor" erwies sich die Firma "Rolly Toys". Deren Firmenchef Franz Schneider übergab Oberbürgermeister Ernst Bergmann eine Spende in Höhe von 10.000 DM. Außerdem spendete diese Firma 25 Kinderfahrzeuge, zwei Jugendräder und einen Tretroller für den Verkehrskindergarten. Nicht zu vergessen ist, dass die Firma Rolly Toys auch noch für die Gäste Bratwürste und Getränke spendierte.

Die Kosten für das Spiel- und Freizeitzentrum beliefen sich auf 1.881.534,65 DM. Es gab viele Zuschüsse, so dass die Stadt Neustadt lediglich Eigenmittel in Höhe von 216.364,65 DM aufbringen musste.

Eine umfassende Neugestaltung, Verbesserung und Verschönerung erfuhr das Spiel- und Freizeitzentrum anlässlich der Kleinen Landesgartenschau im Jahre 1999. Im Jahre 2004 erhielt das Spiel- und Freizeitzentrum "Am Moos" einen neuen Namen. Aufgrund der seit 1977 bestehenden und gut funktionierenden Partnerschaft mit der südfranzösischen Stadt Villeneuve-sur-Lot wurde er am 26. Juni 2004 in "Freizeitpark Villeneuve-sur-Lot" umgewidmet. Diese Namensgebung, eine besonders schöne Geste an die südfranzösiche Stadt, war mit einer Feierstunde verbunden, an der zahlreiche Honorationen sowie Partnerschaftsfreunde aus beiden Städten teilnahmen.