Mit einem Forstmann durch den Wald zu gehen, hat noch immer diesen Hauch von Romantik. Der brave Jagdhund weicht ihm nicht von der Seite, die Sonne blinzelt durchs grüne Blätterdach und der Specht klopft seine Morsezeichen. Die Gedanken aber, die sich Albert Schrenker als Leiter des Forstbetriebs Coburg der Bayerischen Staatsforsten machen muss, wenn er hier unterwegs ist, sind nicht immer romantischer Natur.

"Wir arbeiten im Forst heute in einem Spannungsdreieck zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialen Belangen", erklärt er. Jeden Morgen, wenn er seinen Dienst antritt ist es seine Aufgabe, dieses Dreieck möglichst gleichseitig zu halten. Alle Belange gleich zu gewichten und ihr Verhältnis zueinander in konstanten Winkeln zu festigen. Gar nicht so einfach. Jedes der drei Elemente hat nämlich so seine eigene Dynamik.

Daher arbeitet der Forst nicht planlos. Im Gegenteil.