Zu einer Erfolgsgeschichte hat sich die städtische Bücherei in den vergangenen sieben Jahren entwickelt.
Neustadts Dritter Bürgermeister Martin Stingl (SPD) konnte in der jüngsten Sitzung des Kultursenates das Gremium von einer positiven Entwicklung der Einrichtung informieren. Demnach stieg die Zahl der aktiven Nutzer von 599 im Jahr 2010 auf 896 im Jahr 2016. Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Entleihungen von 36.473 um 38 Prozent auf 58.832.
Konsequent wurde eine Reduzierung des Medienbestandes fortgeführt. Bereits im vergangen Jahr machte die Leiterin der Bücherei, Brigitte Rößler-Reuß, deutlich, dass es keinen Sinn habe, ein aufgeblähtes Kontingent an Medien vorzuhalten. So konnte Martin Stingl den Senat davon informieren, dass sich zum Ende des vergangenen Jahres 20.618 Medien im Bestand der Bücherei befanden. Ende 2010 waren es noch 24.350.
Positiv bewertet Stingl auch die Veranstaltungen in der Bücherei. Dieser Wert stieg von 55 auf 73. Neben einem ausgewogenen Angebot stelle die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Säule der positiven Entwicklung dar, sagte Stingl. Dazu gehörten Bibliothekseinführungen für Schulklassen, Vorschulgruppen der Kindergärten und Kinderhortgruppen über Vorlese- und Bastelstunden für Kinder, Krimirunden und Bücherplaudereinen bis hin zu diversen Vorträgen und Lesungen für Erwachsene. Auch bereicherten Ausstellungen den Terminkalender in der Bücherei.
Umbau des Rathauses wird auch eine Herausforderung für die Bücherei
Für die Bücherei stehe nach Worten von Martin Stingl eine große Herausforderung im Zuge des Umbaus des Rathauses an. "Die ersten Planungsgespräche fanden bereits statt", ließ Stingl wissen und fügte hinzu: "Hier kommt richtig Arbeit auf uns zu."
Als weiterer Tagesordnungspunkt stand die Information über die von der Volkshochschule Coburg geplanten "Hörpfade" auf dem Programm. Stingl erläuterte hierzu, dass die Puppenstadt das Projekt in die Bildungsstätte Innerdeutsche Grenze einbette. "Hierdurch konnten erhebliche Mittel, die in die Planung und Umsetzung der Außenstelleninformation zur Bildungsstätte geflossen wären, deutlich reduziert werden", erläuterte der Kulturbürgermeister.
In Neustadt sollen der Marktplatz, das Museum der Deutschen Spielzeugindustrie, der Freizeitpark, der Muppberg, die Gebrannte Brücke, die Bergmühle sowie die Friedenskirche in Wildenheid und die Bildungsstätte "Innerdeutsche Grenze" Stationen der Hörpfade werden.